The National Times - Ärzte fordern nach Scheitern der Corona-Impfpflicht neue Impfkampagne

Ärzte fordern nach Scheitern der Corona-Impfpflicht neue Impfkampagne


Ärzte fordern nach Scheitern der Corona-Impfpflicht neue Impfkampagne
Ärzte fordern nach Scheitern der Corona-Impfpflicht neue Impfkampagne

Nachdem der Bundestag eine Corona-Impfpflicht abgelehnt hat, fordert die Ärztegewerkschaft Marburger Bund mehr Einsatz zur Erhöhung der Impfquote. "Wir erwarten, dass die Bundesregierung jetzt alle Anstrengungen unternimmt, eine echte Medienkampagne zu initiieren und damit gleichzeitig die Impfaufklärung und Beratung verstärkt", sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. "Das Ziel einer höheren Impfquote dürfen wir nicht aus den Augen verlieren."

Textgröße ändern:

Im Bundestag hatte am Donnerstag ein Gesetzentwurf für eine Impfpflicht ab 60 Jahren, der von vielen Mitgliedern der Ampel-Koalition unterstützt wurde, keine Mehrheit bekommen. Auch ein Antrag der Unionsfraktion, der auf die Vorbereitung einer möglichen späteren Corona-Impfpflicht abzielte, blieb erfolglos.

Johna bezeichnete es als "frustrierend", dass mit der Entscheidung des Bundestags gegen eine Impfpflicht das Problem auf die Schultern derjenigen verlagert werde, die in der Patientenversorgung arbeiteten. Am Ende seien es wieder Ärztinnen, Ärzte und Pflegende, die mit den zusätzlichen Belastungen durch eine erhöhte Krankheitslast zurechtkommen müssten.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Hausärzte kritisieren Untätigkeit der Regierung in Hitzekrise

Angesichts der hohen Zahl von Hitzetoten in diesem Jahr haben Ärztinnen und Ärzte der Bundesregierung Versagen vorgeworfen. "Bis heute ist de facto nichts passiert", sagte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Sie äußerte sich anlässlich der Bekanntgabe neuer Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach in diesem Jahr in Deutschland bereits fast 12.000 Hitzetote zu verzeichnen sind.

Pflege: Ost-Ministerpräsidenten erhalten Zuspruch für Kritik an geplanter Reform

Für ihre Forderungen nach Korrekturen bei der Pflegereform erhalten die Ministerpräsidenten der drei CDU-geführten Ost-Landesregierungen Zuspruch aus Koalition und Opposition im Bund. Politikerinnen und Politiker von CSU, Grünen und Linken warnten am Montag insbesondere vor Einschnitten bei pflegenden Angehörigen. Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch warf der Bundesregierung vor, pflegende Angehörige "in Altersarmut schicken" zu wollen.

Linke fordert mehr Hitzeschutz in Pflegeheimen

Die Linke fordert mehr Hitzeschutz in Pflegeheimen. "Für viele ist Hitze unangenehm. Für pflegebedürftige Menschen kann sie lebensgefährlich sein", sagte die Linken-Pflegepolitikerin Evelyn Schötz am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gehe von über 5000 Hitzetoten im letzten Monat aus. Besonders betroffen von Hitze seien Menschen über 75 Jahre. "Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür, doch die Pflegeheime hierzulande sind darauf nicht ausreichend vorbereitet."

Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge

Trotz des jüngst beschlossenen Sparprogramms der Regierung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht an dauerhaft stabile Beiträge. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Donnerstag berichten.

Textgröße ändern: