The National Times - Baby aus Hamburger Krankenhaus entführt: 18-Jährige in Psychiatrie eingewiesen

Baby aus Hamburger Krankenhaus entführt: 18-Jährige in Psychiatrie eingewiesen


Baby aus Hamburger Krankenhaus entführt: 18-Jährige in Psychiatrie eingewiesen
Baby aus Hamburger Krankenhaus entführt: 18-Jährige in Psychiatrie eingewiesen / Foto: © AFP/Archiv

Eine 18-Jährige hat in Hamburg einen Säugling aus einem Krankenhaus entführt. Nach Polizeiangaben vom Dienstag nahm die junge Frau das Mädchen am Montagabend in einem Krankenzimmer an sich, kehrte jedoch etwa eineinhalb Stunden später in Begleitung von Familienangehörigen in die Klinik zurück und brachte das Kind zurück. Zu diesem Zeitpunkt lief eine Großfahndung der Polizei mit mehr als 20 Streifenwagen.

Textgröße ändern:

Polizisten nahmen die 18-Jährige nach ihrer Rückkehr in dem Krankenhaus im Stadtteil Heimfeld fest, ein Amtsarzt wies die Verdächtige dann vorläufig in eine psychiatrische Klinik ein. Der entführte Säugling sei "augenscheinlich unversehrt" geblieben, teilte die Polizei mit. Es sei zwecks medizinischer Betreuung aber vorsorglich weiter in Krankenhaus betreut worden. Die Eltern des Kinds hätten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden müssen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte die 18-Jährige das Zimmer der 32-jährigen Kindsmutter in dem Krankenhaus betreten und diese "unter einem Vorwand" aus dem Raum gelockt. Als die Mutter kurz darauf zurückkehrte, war die Frau mit ihrem Baby verschwunden. Die Polizei begann umgehend mit Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen. Etwa eineinhalb Stunden später kam die Entführerin mit Angehörigen zurück und übergab das Kind in der Notaufnahme an das Personal.

Während der mutmaßlichen Entführung versammelten sich laut Polizei etwa 40 Angehörige der Familien der Kindsmutter und der Verdächtigen vor der Klinik in aufgeheizter Stimmung. Durch "starke Polizeipräsenz" sei eine "mögliche Auseinandersetzung" verhindert worden, hieß es. Nachdem die Einsatzkräfte mehrere Platzverweise erteilt hätten, habe sich die Situation beruhigt.

G.Waters--TNT

Empfohlen

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Grüne forden Fünf-Milliarden-Euro-Programm für besseren Hitzeschutz

Die Grünen fordern ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm für einen besseren Hitzeschutz in Deutschland. "Unser Land ist noch immer nicht ausreichend auf ständig neue und länger andauernde Hitzerekorde vorbereitet", sagte Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen könnten "viele grüne Oasen deutschlandweit entstehen lassen und wirksame Abkühlung für Menschen und Tiere ermöglichen". Dies entspreche 60 Euro pro Bürgerin und Bürger.

Textgröße ändern: