The National Times - Corona-Restriktionen in Österreich trotz hoher Inzidenz weitgehend aufgehoben

Corona-Restriktionen in Österreich trotz hoher Inzidenz weitgehend aufgehoben


Corona-Restriktionen in Österreich trotz hoher Inzidenz weitgehend aufgehoben
Corona-Restriktionen in Österreich trotz hoher Inzidenz weitgehend aufgehoben

Österreich hat seine Corona-Beschränkungen trotz weiterhin hoher Inzidenzraten weitgehend aufgehoben. Seit Samstag können die Menschen dort unter anderem wieder ohne Impf- oder Testnachweis Hotels, Gaststätten und Bars besuchen. Auch die allgemeine nächtliche Sperrstunde wurde aufgehoben. Bei Veranstaltungen entfallen die Besucher-Obergrenzen. Die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, ist nun unter anderem auf Krankenhäuser, öffentliche Verkehrsmittel und die Kundenbereiche lebensnotwendiger Geschäfte beschränkt.

Textgröße ändern:

Österreichs Regierung verfolgt ihre Lockerungspolitik, obwohl die Corona-Ampel derzeit in allen Bundesländern auf rot steht. Das bedeutet, dass ein hohes Verbreitungsrisiko sowie ein hohes Risiko für eine Überlastung des Gesundheitssystems besteht.

Am Samstag wurden landesweit nach Angaben der Nachrichtenagentur APA mit über 31.000 Neuinfektionen mehr Fälle gemeldet, als im Schnitt der vergangenen sieben Tage. Noch am Mittwoch hatten die Behörden die zweithöchste Zahl an Neuinfektionen seit Pandemiebeginn gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag mit 2273 Fällen auf 100.000 Einwohner fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Bereits vor zwei Wochen waren dennoch die Einreiseregeln gelockert worden. Für Besuche der Alpenrepublik gilt nun die 3G-Regel. Einreisende müssen also geimpft oder genesen oder getestet sein. Vorher reichte ein negativer Corona-Test nicht aus.

Vor Österreich hatten schon andere europäische Länder ihre Corona-Restriktionen weitgehend gestrichen. In England lief Ende Februar mit der Aufhebung der Isolationspflicht bei einem positiven Corona-Test die letzte Beschränkung wegen der Pandemie aus. Die Niederlande schafften einen Tag später den Corona-Gesundheitspass ab und hoben die Abstands- und Maskenpflicht weitgehend auf. In Island wurden die letzten Corona-Restriktionen ebenfalls Ende Februar aufgehoben.

In Deutschland waren am Freitag Corona-Lockerungen in Kraft getreten. In der Gastronomie gilt nun die 3G-Regel. Damit stehen Restaurants und Cafés erstmals seit Längerem auch Ungeimpften wieder offen. Auch in Hotels und Pensionen gilt nun bundesweit die 3G-Regel. Clubs und Diskotheken dürfen mit der 2G-Plus-Regelung für Geimpfte und Genesene mit aktuellem negativem Corona-Test wieder öffnen. Am 20. März sollen nach den Plänen der Bundesregierung alle tiefgreifenderen Corona-Schutzmaßnahmen entfallen.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation kann Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, des heute Morgen angefertigten Röntgenbildes des Brustkorbs und der klinischen Gesamtbewertung ist der Heilige Vater als entlassungsfähig eingestuft worden", hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung der behandelnden Ärzte. Der Papst werde am frühen Nachmittag in den Vatikan zurückkehren.

GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen

Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hat gefordert, gesetzlich Versicherte bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen. Die 75 Millionen gesetzlich Versicherten finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte Blatt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: