The National Times - Sohn bekommt kein Schmerzensgeld für Corona-Impfung von Vater

Sohn bekommt kein Schmerzensgeld für Corona-Impfung von Vater


Sohn bekommt kein Schmerzensgeld für Corona-Impfung von Vater
Sohn bekommt kein Schmerzensgeld für Corona-Impfung von Vater / Foto: © AFP/Archiv

Ein Mann, der für die Corona-Impfung seines Vaters Schmerzensgeld forderte, ist vor dem Landgericht Ravensburg damit gescheitert. Er habe nichts zu irgendwelchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Vaters nach der Impfung vorgebracht, erklärte das Gericht am Donnerstagabend - nicht einmal zu Schwellungen oder Spannungen im Bereich der Einstichstelle. Der damals 87 Jahre alte Vater starb inzwischen - acht Monate nach seiner letzten Impfung. Sein Sohn ist der Erbe.

Textgröße ändern:

Der Vater war im Juni und Juli 2021 und im Januar 2022 von einem Allgemeinarzt gegen Corona geimpft worden. Im September 2022 starb er. Der Sohn gab an, vor den Impfungen sei sein Vater nicht ausreichend aufgeklärt worden. Darum sei seine Einwilligung dazu unwirksam. Ihm als Erben stehe pro Impfung des Vaters ein Schmerzensgeld von 7500 Euro zu.

Das lehnte das Gericht aber ab. Es komme hier nicht darauf an, wie genau der Vater vor der Impfung aufgeklärt worden sei, argumentierte es. Selbst wenn keine wirksame Einwilligung vorgelegen haben sollte, seien der Stich mit der Nadel und die Impfung eine geringe Beeinträchtigung, die das Wohlergehen des Patienten nicht nachhaltig gestört habe. Der Sohn kann gegen das Urteil noch vor dem Oberlandesgericht Stuttgart vorgehen.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: