The National Times - Zahl akuter Atemwegserkrankungen geht zu Jahresbeginn deutlich zurück

Zahl akuter Atemwegserkrankungen geht zu Jahresbeginn deutlich zurück


Zahl akuter Atemwegserkrankungen geht zu Jahresbeginn deutlich zurück
Zahl akuter Atemwegserkrankungen geht zu Jahresbeginn deutlich zurück / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen ist zum Jahresbeginn in Deutschland deutlich gesunken. Sie lag auf dem Niveau der Jahre vor der Coronapandemie um diese Zeit, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Wochenbericht mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Experten gehen für die erste Januarwoche von vier Millionen akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung aus - unabhängig von einem Arztbesuch. In der letzten Dezemberwoche lag der Wert noch bei 6,4 Millionen. Seit drei Wochen gehen die Zahlen zurück. Als Grund für den Rückgang insbesondere in der ersten Januarwoche sehen die Experten die Schulferien, die zu deutlich weniger Übertragungen geführt haben dürften.

Dennoch gingen laut den Experten erwartungsgemäß mehr Menschen zum Arzt, die Zahl lag über den Werten für die erste Kalenderwoche der Vorjahre. Etwa 1,4 Millionen Arztbesuche waren akuter Atemwegserkrankungen geschuldet. Zu den höheren Zahlen trage bei, dass Erwachsene mittlerweile häufig bereits bei milden Symptomen einen Arzt aufsuchten.

Dem Bericht zufolge waren eine starke Zirkulation von Grippeviren sowie Respiratorischer Synzytialviren (RSV) Grund für die akuten Atemwegserkrankungen. Die Zahl schwerer akuter Infektionen ging weiter zurück, bewegt sich aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Vor allem Menschen ab 80 Jahren mussten wegen akuter Atemwegserkrankung im Krankenhaus behandelt werden. Mit 21 Prozent litten sie am häufigsten an Covid-19. Die Zahl der im Krankenhaus wegen des RS-Virus behandelter Säuglinge stieg wieder an.

Seit Anfang Oktober wurden dem RKI 249.558 labordiangnostisch bestätigte Influenzafälle gemeldet. Es gab 424 Influenzaausbrüche mit mindestens fünf Fällen. Bislang wurden 407 Grippetote verzeichnet.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: