The National Times - Krankenhausgesellschaft befürchtet Pleitewelle bei Kliniken

Krankenhausgesellschaft befürchtet Pleitewelle bei Kliniken


Krankenhausgesellschaft befürchtet Pleitewelle bei Kliniken
Krankenhausgesellschaft befürchtet Pleitewelle bei Kliniken / Foto: © AFP/Archiv

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) befürchtet im kommenden Jahr eine Pleitewelle bei den Krankenhäusern. "Auf unsere Kliniken rollt 2013 eine Insolvenzwelle zu, die sich kaum mehr stoppen lässt", sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstagausgaben). Die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung würden 2023 in vielen Regionen spürbar werden.

Textgröße ändern:

Einer repräsentativen Befragung der Allgemeinkrankenhäuser in Deutschland zufolge rechnen demnach 59 Prozent der Kliniken im zuende gehenden Jahr mit roten Zahlen. Der Anteil der Krankenhäuser mit einem positiven Jahresergebnis wird sich der Umfrage zufolge von 44 auf 20 Prozent mehr als halbieren. Für das kommende Jahr erwartet dem Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zufolge 56 Prozent der Krankenhäuser eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, nur 17 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

"Corona und die zuletzt gehäuften Atemwegserkrankungen haben gezeigt, dass wir ein starkes Krankenhauswesen und flächendeckende Versorgung benötigen", sagte Gaß dem RND. "Weitere überraschende Schließungen" könne sich Deutschland nicht leisten.

Besorgniserregend ist der Umfrage zufolge weiterhin die Personalsituation in den Kliniken. Zur Jahresmitte 2022 hatten demnach fast 90 Prozent der Krankenhäuser Probleme, offene Pflegestellen auf den Allgemeinstationen zu besetzten, in der Intensivpflege traf dies auf drei Viertel der Krankenhäuser zu. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der offenen Pflegestellen um 43 Prozent auf 20.600.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Rund jeder achte Mediziner in Deutschland ohne deutsche Staatsangehörigkeit

In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, hatten im Jahr 2024 insgesamt 64.000 Mediziner keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren 13 Prozent der Ärzteschaft oder jeder achte. Zehn Jahre zuvor waren es noch sieben Prozent beziehungsweise 30.000 ausländische Mediziner und damit etwa halb soviel.

Ministerpräsident Günther will Zuckersteuer über Bundesrat durchsetzen

Nach seinem Scheitern auf dem CDU-Parteitag mit einem Vorstoß für eine Zuckersteuer will Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther die Abgabe über den Bundesrat durchsetzen. "Das Thema Zuckersteuer hat sich natürlich nicht erledigt", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Montagsausgaben). Schleswig-Holstein werde die Wege, "die uns jetzt offenbleiben im Bundesrat entsprechend nutzen, um erfolgreich zu sein."

Klinikversorgung: Chef von Expertengremium hält 700 Häuser für verzichtbar

In der Diskussion um Krankenhausschließungen hält der Chef des obersten Entscheidungsgremiums im Gesundheitswesen hunderte Kliniken für verzichtbar. Knapp zwei Drittel der bisherigen Hospitäler seien ausreichend für eine gute Versorgung, sagte Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern der "Wirtschaftswoche" (Freitagsausgabe). "Etwa 1000 Krankenhäuser sollten genug sein. Heute haben wir 1700 in Deutschland."

RKI: Höhepunkt von Grippewelle scheint überschritten

Der Höhepunkt der Grippewelle scheint nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) überschritten zu sein. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht des RKI zu den in Deutschland kursierenden Atemwegserkrankungen hervorgeht, wurden für die vergangene Woche bislang 21.485 im Labor bestätigte Influenzafälle gemeldet. Die Fallzahlen seien im Vergleich zur Vorwoche gesunken.

Textgröße ändern: