The National Times - Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Polizistenmorde von Kusel

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Polizistenmorde von Kusel


Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Polizistenmorde von Kusel
Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Polizistenmorde von Kusel / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Im Prozess um die tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten bei Kusel in Rheinland-Pfalz hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Hauptangeklagten Andreas S. gefordert. S. habe sich des Mordes aus Habgier und gewerbsmäßiger Jagdwilderei schuldig gemacht, sagte Staatsanwalt Stefan Orthen am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Kaiserslautern. Zudem forderte die Staatsanwaltschaft die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, was eine vorzeitige Haftentlassung praktisch ausschließen würde.

Textgröße ändern:

Orthen zeigte sich überzeugt, dass S. am 31. Januar eine Polizistin und einen Polizisten bei einer Verkehrskontrolle aus Habgier erschossen hatte. Das Motiv war demnach, eine vorangegangene Jagdwilderei zu verdecken. Ein Überleben der Polizisten hätte für S. die Identifizierung als Wilderer bedeutet, sagte der Staatsanwalt. Er fügte hinzu, der Doppelmord habe "Hinrichtungscharakter" gehabt. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Für den mitangeklagten Florian V. plädierte der Staatsanwalt darauf, auf eine Strafe zu verzichten. V. sei zwar wegen gewerbsmäßiger Jagdwilderei schuldig zu sprechen. Wegen seines Beitrags zur Aufklärung der Tat solle das Gericht aber von einer Strafe absehen. Das Verfahren wegen versuchter Strafvereitelung gegen V. hatte das Gericht zuvor eingestellt. Nach der Staatsanwaltschaft sollten Nebenklage und Verteidigung plädieren. Ein Urteil könnte am Mittwoch kommender Woche verkündet werden.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Textgröße ändern: