The National Times - Hongkonger Hochhausbrand mit 168 Toten: Minister-Rücktritt und Abbitte der Regierung

Hongkonger Hochhausbrand mit 168 Toten: Minister-Rücktritt und Abbitte der Regierung


Hongkonger Hochhausbrand mit 168 Toten: Minister-Rücktritt und Abbitte der Regierung
Hongkonger Hochhausbrand mit 168 Toten: Minister-Rücktritt und Abbitte der Regierung / Foto: © AFP/Archiv

Fast ein Jahr nach einem verheerenden Hochhausbrand in Hongkong mit 168 Todesopfern ist der Wohnungsbauminister der chinesischen Metropole infolge eines Untersuchungsberichts zur Mitverantwortung der Regierung zurückgetreten. Bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Abschlussberichts einer Untersuchungskommission verneigte sich Hongkongs Regierungschef John Lee am Donnerstag und bat um Verzeihung wegen des Unglücks vom 26. November 2025.

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"Ich möchte mich entschuldigen bei den betroffenen Bewohnern und bei der Bevölkerung", sagte Lee. Für die "hohe Opferzahl durch dieses tragische Feuer" seien vier Regierungsstellen mitverantwortlich, insbesondere das Wohnungsbauministerium.

Das Feuer in dem Hochhaus-Komplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po war weltweit der Brand mit den meisten Opfern in einer Wohnanlage seit 1980. Die Flammen wüteten mehr als 40 Stunden lang. Sie erfassten sieben der acht Hochhäuser der Wohnanlage, die wegen Renovierungsarbeiten mit Baugerüsten aus Bambus, Schutznetzen und Schaumstoffplatten umgeben waren.

Nach dem Unglück wuchs der öffentliche Druck auf die Hongkonger Regierung, das Unglück aufzuklären und ihre Mitverantwortung offenzulegen. Auch Rufe nach einem Rücktritt von Lee und anderen hochrangigen Behördenvertretern wurden laut.

Ein Untersuchungsausschuss, der seit März mehr als 30 Anhörungen zu dem Großbrand abhielt, kam zu dem Schluss, dass fast alle Sicherheitsmaßnahmen an jenem Tag wegen menschlichen Versagens versagten. Das Flammen-Inferno sei "vermeidbar, aber nicht vermieden, vorhersehbar, aber nicht vorhergesehen" worden, sagte Victor Dawes vom Untersuchungsausschuss im Juli.

In dem Hochhauskomplex hatten mehr als 4600 Menschen gelebt, unter ihnen viele ältere Bewohner. 114 der 168 Todesopfer waren 65 Jahre oder älter.

Sieben Menschen und zwei Unternehmen wurden angeklagt, unter anderem wegen Totschlags. Insgesamt wurden mindestens 35 Menschen festgenommen.

S.Ross--TNT

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