The National Times - Vier Männer nach Hamburger Rekordfund von Kokain in Hannover angeklagt

Vier Männer nach Hamburger Rekordfund von Kokain in Hannover angeklagt


Vier Männer nach Hamburger Rekordfund von Kokain in Hannover angeklagt
Vier Männer nach Hamburger Rekordfund von Kokain in Hannover angeklagt / Foto: © AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft in Hannover hat vier Verdächtige im Zusammenhang mit einem Rekordfund von Kokain im Hamburger Hafen angeklagt. Die Männer im Alter zwischen 30 und 46 Jahren sollen Mitglieder einer unter anderem für diesen Drogenschmuggel verantwortlichen internationalen Bande gewesen sein, wie die Behörde in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. Im Februar 2021 hatten Ermittler im Hamburger Hafen 16 Tonnen Kokain in Containern entdeckt.

Textgröße ändern:

Es war der bisher größte Einzelfund von Kokain in Europa. Zugleich wurden im Zusammenhang mit dem Fund in Hamburg noch sieben Tonnen Kokain im belgischen Hafen Antwerpen beschlagnahmt, so dass die Gesamtmenge bei 23 Tonnen lag. Den vier nun angeklagten Beschuldigten wird laut Staatsanwaltschaft Beihilfe zur Rauschgifteinfuhr sowie Drogenhandel oder Beihilfe dazu vorgeworfen. Das Landgericht Hannover muss nun über die Eröffnung eines Prozesses entscheiden.

Bei den vier Angeklagten handelt es sich nur um einen Teil der mutmaßlichen Mitglieder der für den Schmuggel verantwortlichen Bande. Hunderte Ermittler in verschiedenen Staaten gingen im April mit einer großangelegten Razzia gegen die Gruppierung vor und fassten zahlreiche Verdächtige. Dabei wurde auch einer der mutmaßlichen Anführer und Drahtzieher der in Hamburg abgefangenen Lieferung, ein Deutscher aus Hannover, in Dubai festgenommen.

Zeitgleich wurden nach früheren Angaben der Behörden in Deutschland, Belgien und den Niederlanden damals 19 weitere mutmaßliche Bandenmitglieder gefasst. Ein weiterer mutmaßlicher Bandenchef war außerdem bereits einige Wochen zuvor unabhängig bei einem Polizeieinsatz in Spanien festgenommen worden. Auch er stammt aus Hannover. Gemeinsam mit dem in Dubai gefassten mutmaßlichen Anführer soll der das hochprofessionelle Schmugglernetzwerk aufgebaut haben, das auch mit Marihuana im Tonnenbereich gehandelt haben soll.

Einem der nun in Hannover angeklagten Männer wird dabei auch die Beteiligung an einem weiteren Großschmuggel von Kokain zur Last gelegt. Er soll wiederum mit weiteren Mittätern zwischen Juli 2020 und Februar 2021 eine Lieferung von 2,8 Tonnen aus Südamerika nach Europa abgewickelt haben. Diese ging laut Staatsanwaltschaft über Hamburg und die Region Hannover in die Niederlande.

Die Auslieferungsverfahren für die beiden Hauptverdächtigen laufen nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft derzeit noch. Im Fall des Beschuldigten in Spanien ist mit einer Überstellung demnach erst in mehreren Jahren zu rechnen. Er muss sich zunächst in Spanien einem Gerichtsprozess stellen und im Fall einer Verurteilung dort auch eine Haftstrafe absitzen.

A.Little--TNT

Empfohlen

Bundesgerichtshof urteilt über Gemälde an Fassade von Wuppertaler Hochhaus

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe urteilt am Freitag (09.00 Uhr) im Streit über ein großes Gemälde an der Fassade eines Wuppertaler Hochhauses. Das Bild sollte Teil eines Open-Air-Museums von Straßenkunst in der nordrhein-westfälischen Stadt werden. Der Verein "Urbaner Kunstraum Wuppertal" bot der Eigentümergemeinschaft an, die Fassade auf seine Kosten durch eine Künstlerin gestalten zu lassen. (Az. V ZR 165/25)

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Textgröße ändern: