The National Times - Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama

Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama


Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama
Schwere Schäden und dutzende Verletzte durch heftiges Erdbeben in Panama / Foto: © AFP

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat in Panama schwere Schäden angerichtet und Panik ausgelöst. Mindestens 27 Menschen wurden nach Behördenangaben bei dem Erdstoß am Freitag verletzt, Todesopfer wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes nicht gemeldet. Der Internationale Flughafen von Panama-Stadt stellte den Betrieb vorübergehend ein.

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Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben der Stärke 7,7 am Freitag um 12.56 Uhr Ortszeit zehn Kilometer von der Kleinstadt Pitaloza Arriba entfernt. Den Behörden zufolge folgten mehr als hundert Nachbeben bis zu einer Stärke von über 6,0. Für den östlichen Pazifik wurde zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben, später jedoch wieder aufgehoben.

Das Beben brachte vor allem im Zentrum des Landes Gebäude zum Einsturz und beschädigte Straßen. Panamas Präsident José Raúl Mulino sprach von einer "großen Katastrophe" für das Land. Der Staatschef reiste nach Penonomé in der zentralen Provinz Coclé, um den Katastropheneinsatz zu koordinieren. Im Onlinedienst X rief Mulino die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. "Was passiert ist, sollte nicht genutzt werden, um Alarm und Chaos auszulösen", schrieb er.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sahen in Penonomé rund 130 Kilometer vom Epizentrum entfernt eingestürzte Gebäude und eine beschädigte Kathedrale. "Es war schrecklich, so etwas haben wir noch nie erlebt", sagte die 38-jährige Kassiererin Juana Alveo AFP. "Gott sei Dank geht uns aber gut."

Die ebenfalls stark betroffene Stadt Tonosí mit rund 9000 Einwohnern war nach Angaben von Gesundheitsminister Fernando Boyd auf dem Landweg nicht erreichbar. Es werde versucht, die Stadt auf dem Luftweg zu erreichen, sagte er.

Auch in der Hauptstadt Panama-Stadt brach Panik aus, als die Erde etwa eine Minute lang bebte. Tausende Menschen rannten auf die Straßen. Auf einem in Onlinenetzwerken verbreiteten Video war zu sehen, wie Wasser aus einem Pool auf dem Dach eines mehr als 20-stöckigen Gebäudes schwappte. Ein anderes Video zeigte eine heftig schwankende Brücke über den Panama-Kanal, während Autos hinüberfuhren.

"Ich hatte Angst, weil die Erschütterung sehr stark und lang war. Schwere Möbel wie Kommoden, das Bett und die ganze Küche haben sich bewegt, und die Haustiere waren sehr verängstigt", sagte der 46 Jahre alte Salomon Andion AFP.

Der internationale Flughafen von Panama-Stadt, ein wichtiges Flugverkehrs-Drehkreuz in Lateinamerika, stellte den Betrieb vorübergehend ein. Die Behörde des international wichtigen Panama-Kanals erklärte, der Schiffsverkehr durch die Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik sei von dem Erdbeben nicht betroffen und verlaufe weiter "normal". Etwa fünf Prozent des weltweiten Seehandels passieren die Wasserstraße.

Die Regierungen von Kolumbien, Ecuador und Guatemala bekundeten ihre Solidarität mit Panama und boten Hilfslieferungen an. US-Außenminister Marco Rubio erklärte im Onlinedienst X, die Vereinigten Staaten stünden "an der Seite des panamaischen Volkes". Er kündigte an, auf Anfrage Panamas "schnell Ressourcen und Personal zur Unterstützung" bereitzustellen.

Das Auswärtige Amt in Berlin warnte vor weiteren Nachbeben. Es rief Deutsche in dem mittelamerikanischen Land auf, eine Tasche mit dem Notwendigsten zu packen, den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten und keine Gebäude zu betreten, deren statischer Zustand unsicher erscheine.

In Panama sind Erdbeben selten. In Lateinamerika gab es dieses Jahr bereits mindestens vier Erdbeben mit einer Stärke von über 7,0.

F.Jackson--TNT

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