The National Times - Gericht hebt Haftbefehl gegen früheren katalanischen Regierungschef Puigdemont auf

Gericht hebt Haftbefehl gegen früheren katalanischen Regierungschef Puigdemont auf


Gericht hebt Haftbefehl gegen früheren katalanischen Regierungschef Puigdemont auf
Gericht hebt Haftbefehl gegen früheren katalanischen Regierungschef Puigdemont auf / Foto: © AFP/Archiv

Fast neun Jahre nach seiner Flucht ins Ausland kann der frühere katalanische Regierungschef und Unabhängigkeits-Befürworter Carles Puigdemont in seine Heimat zurückkehren: Der Oberste Gerichtshof des Landes hob den Haftbefehl gegen Puigdemont am Dienstag auf. Er machte damit wenige Wochen vor der geplanten Parlamentswahl den Weg frei für die Rückkehr des im Exil lebenden Politikers nach Spanien.

Textgröße ändern:

Das spanische Verfassungsgericht hatte zuvor entschieden, dass ein 2024 verabschiedetes Amnestiegesetz auch für Beschuldigte gilt, denen wie Puigdemont Veruntreuung vorgeworfen wird. Puigdemont hatte 2017 als katalanischer Regionalpräsident das verbotene Unabhängigkeitsreferendum und den gescheiterten Abspaltungsversuch der Region Katalonien angeführt. Anschließend flüchtete er nach Belgien ins Exil.

Das Amnestiegesetz war ein zentrales Zugeständnis von Ministerpräsident Pedro Sánchez an Puigdemonts Partei Junts per Catalunya im Gegenzug für deren Unterstützung. Deren Stimmen ermöglichten dem Sozialisten nach der Parlamentswahl 2023 eine weitere Amtszeit. Rund 400 Menschen profitierten bislang von der Amnestie.

Puigdemonts Partei entzog der Minderheitsregierung von Sánchez später dennoch die parlamentarische Unterstützung und warf ihr vor, ihre Zusagen gegenüber Katalonien nicht eingehalten zu haben.

Am Montag kündigte Sánchez eine vorgezogene Parlamentswahl am 29. November an. Auslöser war das Scheitern seines Maßnahmenpakets gegen die Wohnungskrise in Spanien.

S.Clarke--TNT

Empfohlen

Früherer Chefspion festgenommen: Spionageverdacht gegen August Hanning

Früher oberster Spion, nun selbst unter Verdacht: Die überraschende Festnahme des früheren BND-Präsidenten August Hanning hat am Dienstag für Aufsehen gesorgt. Hanning soll geheime Informationen gekauft und daraus eine Analyse für einen fremden Geheimdienst erstellt haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Um Russland handelt es sich dabei nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP nicht. Auf die Spur Hannings kamen die Ermittler ausgerechnet beim Block-Prozess in Hamburg.

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Le Pen will 140 Milliarden Euro bis 2030 einsparen

Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat für den Fall eines Wahlsiegs drastische Einsparungen angekündigt und vor einer Staatspleite in Frankreich gewarnt. Sie strebe Einsparungen im Umfang von 140 Milliarden Euro an und wolle unter anderem den EU-Nettobeitrag Frankreichs auf fünf Milliarden Euro reduzieren, sagte Le Pen bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans am Dienstag in Paris.

US-Amokläufer von Fort Hood soll durch Erschießungskommando hingerichtet werden

Der Amokläufer von Fort Hood, der 2009 auf dem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen erschossen hatte, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. US-Präsident Donald Trump gab nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit) seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstreckt.

Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning und Büroleiter festgenommen

Spionageverdacht gegen früheren Geheimdienstchef: Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist am Dienstag festgenommen worden. Er soll von seinem früheren Büroleiter beim deutschen Auslandsgeheimdienst, Manfred D., geheime Informationen gekauft haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Erkenntnisse daraus sollen auch bei mindestens einem fremden Geheimdienst gelandet sein, nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei aber nicht um Russland.

Textgröße ändern: