The National Times - Hohe Haftstrafen im Prozess gegen Drogenbande in Essen

Hohe Haftstrafen im Prozess gegen Drogenbande in Essen


Hohe Haftstrafen im Prozess gegen Drogenbande in Essen
Hohe Haftstrafen im Prozess gegen Drogenbande in Essen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Essen hat drei Männer wegen Drogenhandels in Millionenhöhe verurteilt, die mit ihren Geschäften Syriens Machthaber Baschar Al-Assad mitfinanzierten. Sie erhielten Haftstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten sowie zehn Jahren und neun Monaten, sagte ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Einer der Angeklagten hatte die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. In seinem Urteil wurde strafmildernd berücksichtigt, dass er den Ermittlern alle Hintermänner nannte. Zwei der Angeklagten wurden wegen Beilhilfe verurteilt.

Nach Überzeugung des Gerichts schlossen sich Iyad C., Mohamad Bouz A. und Abdelfateh B. mit weiteren Komplizen in Syrien zu einer Bande zusammen, um in Syrien hergestelltes Amphetamin und Haschisch aus Latakia per Container verschiffen zu lassen. Die Drogen wurden in Saudi-Arabien und Ägypten gewinnbringend weiterverkauft. Für jeden Container, der Syrien verließ, mussten rund 360.000 Dollar an das syrische Heer gezahlt werden.

Um zu verschleiern, woher die Drogen kamen, wurden zunächst Zwischenhäfen in Europa angesteuert. Der Hauptorganisator der Drogengeschäfte, der gesondert strafrechtlich verfolgt wird, soll die nun Verurteilten als Komplizen angeworben haben. C. kümmerte sich um die Logistik, wobei ihn A. und B. unterstützten. Geld übermittelten die Männer über das in Deutschland verbotene Hawala-Banking.

Zwischen Dezember 2019 und November 2020 entdeckten Ermittler in der rumänischen Hafenstadt Constanta mehrere Container voller als Legalware getarnter Drogen. Beschlagnahmt wurden Haschisch und Amphetamin im Wert von insgesamt rund 130 Millionen Euro. Versteckt waren die Drogen etwa in Kühlaggregaten, libanesischer Seife oder Bananen.

Angeklagt war noch ein vierter Mann. Fouad S. wurde vorgeworfen, seinen Vater C. zu Hawala-Bankern begleitet zu haben. Das Verfahren gegen ihn wegen Geldwäsche wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Weißes Haus ignoriert Gerichtsanordnung und hält Hausverbot für Medien aufrecht

Trotz einer anderslautenden Gerichtsentscheidung hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie der Plattform Politico weiterhin den Zugang verweigert. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt verwehrt worden, als sie über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten wollten. Sie beantragten daraufhin eine Eilanhörung vor Gericht. US-Präsident Donald Trump hatte den drei Medien "Falschinformationen" vorgeworfen und ein Hausverbot verhängt.

Textgröße ändern: