The National Times - WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität

WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität


WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität
WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität / Foto: © Belga/AFP/Archiv

Hitzewellen und Waldbrände erschweren laut einem neuen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die weltweiten Bemühungen um saubere Luft: Wie aus dem am Montag veröffentlichten WMO-Bericht zu Klima und Luftqualität hervorgeht, führen die steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels nicht nur zu einer Zunahme von Bränden, deren Rauch schädliche Feinstaubpartikel enthält, sondern auch zur Bildung von Ozon am Boden - einer weiteren Gesundheitsgefahr.

Textgröße ändern:

Untersucht wurde für den Bericht unter anderem die Belastung durch PM2,5-Feinstaub, der besonders gesundheitsschädlich ist. Diese kleinen Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen tief in die Lunge und von dort aus auch in den Blutkreislauf gelangen. Sie können Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen wie Asthma und Lungenkrebs verursachen.

In Europa und Nordamerika hätten strengere Vorschriften die Feinstaub-Emissionen aus Industrie und Verkehr gesenkt, erklärte die WMO. Die Feinstaub-Belastung durch Brände habe zugleich aber zugenommen.

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Vegetation entsteht, sei zudem noch "deutlich toxischer" als Feinstaub aus anderen Quellen wie Autoabgasen, erklärte der WMO-Experte Lorenzo Labrador. Er schädigt zudem auch die Gesundheit von Menschen und Tieren, die weit von dem Brand entfernt leben, weil der Wind die winzigen Partikel über weite Strecken transportiert. Bisher werde die giftige Wirkung von Bränden bei der Bewertung der Luftqualität nicht ausreichend berücksichtigt, sagte Labrador.

Die WMO zitierte etwa eine Studie, derzufolge sich die Zahl der Brände mit starker Rauchentwicklung weltweit seit den 1990er Jahren verdreifachte. Dies habe konservativen Schätzungen zufolge allein zwischen 2010 und 2018 zu fast 100.000 zusätzlichen Todesfällen beigetragen.

Die WMO schlägt außerdem vor, neben Feinstaub auch andere Luftschadstoffe besser zu überwachen, etwa bodennahes Ozon. Dabei handelt es sich um ein giftiges Gas in den untersten Luftschichten, das bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung aus anderen Schadstoffen entsteht, wie Stickstoffoxide aus dem Verkehr, und die Atemwege schädigen kann.

Die erhöhte Ozon-Belastung infolge der Erderwärmung könne zu "zehntausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen führen, insbesondere durch Atemwegserkrankungen, warnte die WMO.

Luftqualität und Klimawandel könnten daher "nicht getrennt voneinander behandelt werden", erklärte der WMO-Experte Labrador. "Wenn sich das eine verschlechtert, verschlechtert sich auch das andere."

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Kirchen rufen nach AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt zu Achtung von Grundgesetz auf

Nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rufen die christlichen Kirchen zur Achtung von Landesverfassung und Grundgesetz auf. Ihre Sorge gelte "vor allem dem Zusammenleben und Miteinander der Menschen in Sachsen-Anhalt, sowie insbesondere der Achtung der von Gott gegebenen Menschenwürde, die bedingungslos jedem zusteht", erklärten evangelische und katholische Kirche sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gemeinsam am Montag in Bonn.

19-Jähriger soll in Hessen Mann in Wohnung erstochen haben - Festnahme

Ein 19-Jähriger soll in einer Wohnung in Gießen einen 18-Jährigen erstochen und einen 26-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Der Tatverdächtige stellte sich am Sonntag der Polizei und kam in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der hessischen Stadt am Montag mitteilten. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Laut Polizei kannten sich die drei Männer.

Sabotageversuche an Stromversorgung: Weitere Sprengvorrichtungen in Sachsen gefunden

In Sachsen hat die Polizei neun weitere selbstgebaute Sprengvorrichtungen gefunden, die mutmaßlich für Anschläge auf die Stromversorgung aufgestellt wurden. Sie befanden sich unmittelbar an Hochspannungstrassen in der Nähe des Umspannwerks Graustein bei Görlitz, wie das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft am Montag in Dresden mitteilten. Der Tatverdächtige war weiter auf der Flucht.

Mit Eisenstange auf Münzjagd: 26-Jähriger macht sich an "Bremer Loch" zu schaffen

Mit einer Eisenstange hat ein 26-Jähriger in Bremen versucht, Geld aus dem sogenannten Bremer Loch auf dem Marktplatz zu stehlen. Der Mann machte sich im Liegen an der unterirdischen Spendendose zu schaffen, wie die Beamten am Montag mitteilten. Zuvor hatte er Schrauben des Gullydeckels herausgedreht und diesen geöffnet. Mit der Eisenstange versuchte er dann vergeblich, durch ein Gitter nach Münzen zu angeln.

Textgröße ändern: