The National Times - Sturzflut im Himalaya: Erdrutsch formt neuen See - Retter in Tibet abgezogen

Sturzflut im Himalaya: Erdrutsch formt neuen See - Retter in Tibet abgezogen


Sturzflut im Himalaya: Erdrutsch formt neuen See - Retter in Tibet abgezogen
Sturzflut im Himalaya: Erdrutsch formt neuen See - Retter in Tibet abgezogen / Foto: © CNS/AFP

Die Rettungsarbeiten in Tibet nach der tödlichen Sturzflut im Grenzgebiet zu Nepal sind am Sonntag unterbrochen worden, weil sich infolge eines Erdrutsches ein neuer See gebildet hat. Überwachungsdrohnen hätten am Samstagabend den Erdrutsch an einem Berghang knapp drei Kilometer von dem entleerten Purepuqiang-Tsangpo-Stausee entfernt entdeckt, berichtete der staatliche chinesische Sender CCTV.

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Der Stausee hatte in den vergangenen Tagen die Rettungsarbeiten gefährdet. "Der Erdrutsch hat einen neuen Staudamm geformt und ein neuer Stausee baut sich auf", hieß es in dem Bericht weiter. Rettungsteams in der Nähe des Gyirong-Grenzübergangs seien in sicherere Gebiete abgezogen worden. Das Katastrophenschutz-Ministerium habe Fachleute einberufen, um die Lage einzuschätzen und zu analysieren.

Die Sturzflut hatte am Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet gewütet und ganze Ortschaften zerstört. Nach Einschätzung von chinesischen und US-Experten war die Ursache ein Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung in Nepal. Dieser löste demnach eine Lawine aus Eis und Gestein aus, die sich 20 Kilometer weit bis zu dem Gyirong-Grenzübergang ergoss.

Die Behörden in Nepal und China informierten in kurzen Abständen über immer weiter steigende Zahlen von Todesopfern und Vermissten. Der nepalesische Katastrophenschutz teilte am Sonntag mit, mindestens 734 Menschen seien in Nepal ums Leben gekommen und 2498 Menschen würden vermisst. Zusammen mit den jüngsten Angaben der chinesischen Behörden zur Lage in Tibet stieg damit die Gesamtzahl der Toten auf 750 und die der Vermissten auf 3044.

W.Baxter--TNT