The National Times - Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert

Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert


Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert
Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert / Foto: © AFP

Nach dem verheerenden Waldbrand an Kroatiens Adriaküste hat die Polizei in dem ausgebrannten Gebiet eine Leiche gefunden. Mindestens 40 weitere Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt und mehr als 2000 Einheimische und Touristen evakuiert, wie die Behörden am Freitag mitteilten. In Griechenland mussten fast 500 Urlauber in der Ferienregion Chalkidiki über das Meer vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.

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Das Todesopfer im Brandgebiet in Kroatien wurde nach Polizeiangaben bei Durchsuchungen in dem vom Feuer verwüsteten Wohngebiet entdeckt. Medienberichten zufolge wurde die Leiche in der Ortschaft Lokva Rogoznica gefunden, wo der Brand am Donnerstagabend ausgebrochen war. Feuerwehrchef Slavko Tucakovic sprach von "einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Kroatiens". Zwischen 900 und 1000 Hektar Land seien verwüstet worden.

Ständig wechselnde starke Winde hätten die Flammen gegen 02.00 Uhr rasant vorangetrieben, sagte Tucakovic. "Viele Häuser, Cafés, Restaurants, Autos und an Land liegende Boote wurden beschädigt." Ein Anwohner berichtete dem kroatischen Fernsehen, das Feuer habe in eineinhalb Stunden zwölf bis 15 Kilometer zurückgelegt. Ministerpräsident Andrej Plenkovic sprach von einer Ausbreitung "mit Blitzgeschwindigkeit".

Mindestens 40 Menschen wurden in ein Krankenhaus in der unweit des Brandgebiets gelegenen Hafenstadt Split eingeliefert. Unter ihnen sind ein deutscher und ein polnischer Tourist. Zehn Schwerverletzte kamen auf die Intensivstation. Sechs Erwachsene und ein 17-Jähriger wurden nach Angaben eines Arztes intubiert.

Mehr als 2000 Menschen mussten die betroffenen Küstenorte verlassen. Hunderte Touristen wurden in Sporthallen in Omis und Split untergebracht. Eine Urlauberin aus Zagreb berichtete, das Feuer sei bereits überall um sie herum gewesen, als ihre Familie den Ort verlassen habe. Am Freitagmorgen stabilisierte sich die Lage. Vier Löschflugzeuge konnten daraufhin zu einem weiteren Brand auf der Halbinsel Peljesac verlegt werden.

Seit Jahresbeginn haben die kroatischen Behörden rund 3900 Brände gezählt, die fast 10.000 Hektar zerstörten. Die betroffene Fläche liegt damit 75 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Kroatien und andere Balkanstaaten leiden derzeit unter einer Hitzewelle, die ausgetrocknete Vegetation erhöht die Brandgefahr.

Auch in Griechenland waren zahlreiche Feuerwehrleute wegen heftiger Winde weiter in Alarmbereitschaft. In Chalkidiki hatten am Donnerstag 481 Urlauber die Küste in kleinen Notfall-Booten verlassen müssen, viele mit Kindern auf dem Arm und in Badebekleidung. Aufnahmen des Senders ERT zeigten dutzende Menschen, die auf einem im Wasser treibenden Ponton auf ihre Rettung warteten.

Der Brand bei den Ferienorten Fourka und Sivira war am Freitag unter Kontrolle, die Feuerwehr fürchtete wegen der heftigen Böen aber ein Wiederaufflammen. Erst vor rund zehn Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen zerstört.

Auch die Einsatzkräfte in Spanien kämpften gegen großflächige Waldbrände. In der nordöstlichen Region Aragonien waren mehr als 500 Feuerwehrleute und Löschflugzeuge bei einem Feuer im Einsatz, das ein Gebiet von mehr als 10.000 Hektar erfasst hat. 16 Dörfer und Weiler wurden evakuiert. In der südspanischen Provinz Huelva mussten 650 Menschen wegen eines weiteren Feuers ihre Häuser verlassen.

Im Südwesten Frankreichs breitete sich unterdessen ein neuer Waldbrand im Département Landes aus. Bis Freitagmorgen verbrannten 1100 Hektar, mehr als 500 Menschen wurden evakuiert. Größere Sachschäden wurden zunächst nicht gemeldet. Weiter nördlich hatte ein Großbrand in der Gironde Ende Juli bereits mehr als 40.000 Hektar verwüstet.

F.Adams--TNT

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