The National Times - Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert

Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert


Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert
Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert / Foto: © AFP

In Kroatien und Griechenland haben Waldbrände hunderte Touristen in die Flucht getrieben. An der kroatischen Adriaküste mussten insgesamt mehr als 2000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt, im Ferienort Lokva Rogoznica gingen Häuser in Flammen auf. In Griechenland mussten in der Urlaubsregion Chalkidiki fast 500 Touristen in einer dramatischen Rettungsaktion über das Meer evakuiert werden.

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Der kroatische Feuerwehrchef Slavko Tucakovic sprach von "einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Kroatiens". Die Flammen hätten seit Donnerstagabend zwischen 900 und 1000 Hektar Land verwüstet. Das von Windböen immer wieder angefachte Feuer fraß sich erst durch Kiefernwälder und Vegetation - und erreichte dann den Badeort Lokva Rogoznica. "Viele Häuser, Cafés, Restaurants, Autos und an Land liegende Boote wurden beschädigt", berichtete Tucakovic.

Mindestens 40 Menschen wurden in ein Krankenhaus in der Stadt Split eingeliefert. Wie die Klinik mitteilte, sind unter den Verletzten auch zwei Touristen aus Deutschland und Polen. Zehn Schwerverletzte mussten auf der Intensivstation behandelt werden, wie die kroatische Nachrichtenagentur Hina unter Berufung auf einen Arzt meldete.

Mehr als 2000 Einheimische und Touristen wurden nach Behördenangaben evakuiert. Für die aus Lokva Rogoznica evakuierten Menschen öffneten die Behörden in den umliegenden Orten Sporthallen als Notunterkünfte. Rund 300 Menschen, die meisten von ihnen Touristen aus Polen, Tschechien und der Slowakei, wurden in eine Sporthalle in Split gebracht. Die Straße entlang der Adriaküste wurde zwischenzeitlich gesperrt, in der Umgebung der Stadt Omis brannten parkende Autos aus.

Fast 300 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht lang mit 93 Fahrzeugen gegen die Flammen. Vier Löschflugzeuge wurden nach Angaben der Feuerwehr am Freitag aber auf die Halbinsel Peljesac verlegt, wo am Morgen ein weiterer Waldbrand ausbrach.

Erst am Donnerstag hatten Feuerwehrleute einen Brand auf der kroatischen Insel Brac unter Kontrolle gebracht, einige Kilometer von der Küste bei Split entfernt. Seit Jahresbeginn haben Waldbrände in Kroatien nach Behördenangaben fast 10.000 Hektar zerstört, schon jetzt deutlich mehr als im vergangenen Jahr.

Auch in Griechenland waren am Freitag zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz. Sie befürchteten, dass heftige Windböen die Feuer in mehreren Regionen wieder anfachen könnten, darunter ein Brand in der Urlaubsregion Chalkidiki. Dort wurden am Donnerstag 481 Urlauber in kleinen Notfall-Booten über das Meer evakuiert, viele von ihnen mit Kindern auf dem Arm und in Badebekleidung.

Aufnahmen des Fernsehsenders ERT zeigten dutzende Menschen, die auf einem im Wasser treibenden Ponton auf Rettung warteten. Auf den Straßen stauten sich die Autos, weil viele Menschen versuchten, den Flammen um die Touristenorte Fourka und Sivira auf dem Landweg zu entkommen. 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt von neun Löschflugzeugen und sieben Hubschraubern.

In den vergangenen Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen bereits mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Wegen heftiger Windböen konnten die Flammen nicht aus der Luft bekämpft werden, erst nach fünf Tagen hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle.

Die Waldbrandgefahr in Griechenland blieb wegen des Windes hoch. Die heftigen Böen beeinträchtigen auch den Schiffsverkehr: In den Häfen Rafina und Lavrio blieben alle Schiffe am Freitag liegen, am Hafen Piräus wurden einige Linien in Richtung der Inseln in der Ägäis gestrichen.

S.Arnold--TNT

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