The National Times - DLRG: In diesem Jahr bereits mindestens 261 Badetote in Deutschland

DLRG: In diesem Jahr bereits mindestens 261 Badetote in Deutschland


DLRG: In diesem Jahr bereits mindestens 261 Badetote in Deutschland
DLRG: In diesem Jahr bereits mindestens 261 Badetote in Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind in Deutschland mindestens 261 Menschen bei Bade- und Wasserunfällen ums Leben gekommen. Das sind 15 Menschen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in einer Zwischenbilanz am Donnerstag in Bad Nenndorf mitteilte. Allein seit Beginn der Badesaison Anfang Mai seien 189 Menschen ertrunken.

Textgröße ändern:

"Insbesondere im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg an Unfällen", berichtete DLRG Präsidentin Ute Vogt. Über 100 Opfer seien in dem Monat zu beklagen gewesen, so viele wie seit 2003 nicht mehr. 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich laut DLRG in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland. "Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind", erklärte Vogt.

Demnach kamen in Seen und Teichen 118 Menschen ums Leben und damit 22 mehr als im Vorjahreszeitraum, 90 waren es in Bächen und Flüssen. In Kanälen ertranken laut DLRG 17 Menschen, in der Ostsee kamen 14 ums Leben, in Schwimmbädern ebenfalls 14.

Besonders unter jungen Menschen zwischen elf und 30 Jahren ist die Zahl der Todesfälle erneut angestiegen. 75 Menschen in dieser Altersgruppe ertranken bislang in diesem Jahr, im vergangenen Jahr waren es noch 49. Mit 95 Prozent handelte es sich bei der deutlichen Mehrheit der jüngeren Opfer um Männer und Jungen.

Laut DLRG-Präsidentin Vogt ist leichtsinniges Verhalten in Verbindung mit Alkohol oder Drogen der Grund für die Häufung von Badeunfällen unter jungen Männern. "Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr." Auch im Gesamtüberblick aller Altersgruppen betrug der Anteil männlicher Opfer 85 Prozent.

Unter Kindern bis zehn Jahren kam es zu mindestens acht Opfern. In der Altersgruppe zwischen 51 und 70 Jahren waren es 41 Todesfälle, 20 weniger als im vergangenen Jahr. Knapp jedes vierte Todesopfer, dessen Alter bekannt ist, war älter als 70 Jahre. Besonders bei älteren Schwimmern führten immer wieder Vorerkrankungen, Selbstüberschätzung und unzureichende Vorsicht zu Unfällen.

Die DLRG fordert mit Blick auf die Zahlen mehr Aufklärung über die Gefahren im Wasser. Zu wenige Kinder lernten laut Präsidentin Vogt das Schwimmen: "Wir gehen davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen abgelegt zu haben beziehungsweise das zu können." Sicheres Schwimmen sei allerdings der beste Schutz gegen das Ertrinken.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Brand im Hohen Venn: Evakierung von Teilen von Monschau angeordnet

Wegen des sich ausbreitenden Brands im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn wird ein Teil des nahegelegenen Eifel-Ortes Monschau evakuiert. Die Einsatzleitung der nordrhein-westfälischen Stadt ordnete am Sonntagabend die sofortige Evakuierung der Straßenzüge Ruitzhof und Geisberg an, wie auf der Website der Stadtverwaltung mitgeteilt wurde. Die Betroffenen wurden demnach unter anderem über die Nina-Warn-App informiert. Sie wurden gebeten, "den Bereich selbstständig zu verlassen".

Feuer im Hohen Venn in Belgien nur noch 25 Kilometer von deutscher Grenze entfernt

Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland kämpfen Feuerwehrleute, Löschflugzeuge und Landwirte weiter gegen den größten Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. "Wenn wir das Feuer nicht eingrenzen können, könnte es Deutschland erreichen, wir sind nur noch 25 Kilometer von der Grenze entfernt", sagte der örtliche Feuerwehrchef Luc Burette am Sonntagnachmittag.

Drei Tote bei Waldbränden auf griechischer Insel Salamis und in Spanien

Durch Waldbrände in Griechenland und Spanien sind am Wochenende drei Menschen ums Leben gekommen. Auf der griechischen Insel Salamis nahe Athen wurden in der Nähe des Strands zwei Leichen geborgen, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntag sagte. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der nordostspanischen Region Aragón starb ein Soldat bei der Bekämpfung eines Waldbrands.

Soldat stirbt im Kampf gegen Waldbrand in Nordspanien

Im Nordosten Spaniens ist ein Soldat bei der Bekämpfung eines Waldbrands ums Leben gekommen. Regionalpräsident Jorge Azcón erklärte am Sonntag im Onlinedienst X seine "aufrichtige Anteilnahme" angesichts des Todes des Soldaten, der im Kampf gegen den Brand in der Region Aragón im Einsatz war. Örtlichen Medien zufolge hatte sich sein Fahrzeug überschlagen. An den Löscharbeiten sind hunderte Einsatzkräfte beteiligt.

Textgröße ändern: