The National Times - Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg

Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg


Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg
Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) will der CSD-Verein der Hauptstadt mit einem Truck am Hamburger CSD am Samstag teilnehmen. Damit solle ein Signal an die queere Community und darüber hinaus gesendet werden, teilte der Verein am Donnerstag mit. "Wir lassen nicht zu, dass Angst unser Handeln bestimmt."

Textgröße ändern:

Die Entscheidung sei dem Verein nicht leichtgefallen. Doch gerade jetzt dürfe sich die queere Community nicht einschüchtern lassen. "Unsere Antwort auf Hass ist Zusammenhalt. Unsere Antwort auf Angst ist Sichtbarkeit. Und unsere Antwort auf Gewalt ist eine Community, die füreinander einsteht", erklärte der Verein. Aus Respekt vor den Opfern soll auf dem Truck dunkle Kleidung getragen werden.

Nach dem Anschlag in Berlin findet der Hamburger CSD unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt. Im Vergleich zum Vorjahr sollen rund doppelt so viele Polizeikräfte vor Ort sein. Zudem wird laut Ermittlern das Umfeld verstärkt kontrolliert. Die Veranstalter rechneten vorab mit rund 250.000 Besuchern und riefen die "gesamte Stadt" zur Teilnahme auf.

Am Samstag war ein 21-Jähriger mit einem Kleintransporter nahe der Abschlussfeier der Berliner CSD-Demonstration in Menschen gefahren und hatte weitere mutmaßlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich im Tiergarten außerhalb der eigentlichen Veranstaltungszone in einem Bereich, in dem Besucher zur CSD-Party gingen oder diese verließen.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Gefälschte Sprach- und Einbürgerungstests: Mehrere Durchsuchungen in Bayern

Wegen des Verdachts der Fälschung von Sprachzertifikaten und Einbürgerungstests haben Ermittler am Mittwoch und Donnerstag mehrere Anschriften im Allgäu durchsucht. Die 19 Durchsuchungen fanden im Raum Kaufbeuren, Marktoberdorf und Kempten statt, wie die bayerische Polizei am Donnerstag in Kempten mitteilte. Beschlagnahmt wurden 22 mutmaßlich gefälschte Sprachzertifikate.

Papst Leo XIV. versteht sich nicht als US-Amerikaner

Papst Leo XIV. versteht sich nicht in erster Linie als US-Amerikaner. "Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist", sagte der Pontifex dem US-Sender NBC am Mittwoch (Ortszeit) in einem Interview. Er fügte aber hinzu: "Ohne zu schmälern, was es bedeutet, Amerikaner zu sein." Er verspüre "eine große Liebe" für die USA, beteuerte der in der Chicago geborene Papst.

Brand in historischem Schloss in Sachsen-Anhalt

Ein Brand in einem historischen Schloss in Sachsen-Anhalt hat für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Das Jahrhunderte alte Gebäude in Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz geriet in der Nacht zum Donnerstag in Brand und stand auch nach stundenlangen Löscharbeiten noch in Flammen, wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort sagte.

Bundesgerichtshof: "Focus"-Ärztesiegel müssen erneut geprüft werden

Die vom Magazin "Focus Gesundheit" vergebenen Ärztesiegel sind womöglich irreführend. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag entschied, handelte es sich bei derartigen Siegeln um sogenannte Testlogos mit Gesundheitsbezug. Diese müssten unter besonders strengen Auflagen vergeben werden. Das Oberlandesgericht München müsse nun erneut prüfen, ob dies der Fall war. (Az. I ZR 130/25)

Textgröße ändern: