The National Times - Fahrzeug rast nahe CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter

Fahrzeug rast nahe CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter


Fahrzeug rast nahe CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter
Fahrzeug rast nahe CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter / Foto: © AFP

Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hat mindestens einen Menschen getötet. 15 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte. Einige Verletzte mussten reanimiert werden. Nach dem Täter oder den Tätern wird demnach unter "Hochdruck" gefahndet.

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Der Vorfall ereignete sich im Berliner Tiergarten in der Nähe des Brandenburger Tors. Nach Polizeiangaben fuhr das Tatfahrzeug - offenbar ein weißer Lieferwagen - in den Ahornsteig im Tiergarten und fuhr dort mehrere Menschen an. Polizei und Rettungskräfte eilten mit einem Großaufgebot zum Tatort, auch Spezialeinheiten waren im Einsatz.

Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein Lieferwagen sei mit hoher Geschwindigkeit von der Lennéstraße in den Tiergarten abgebogen. Dabei habe er mindestens zwei Menschen angefahren.

Die Veranstalter brachen den CSD nach dem Vorfall ab: "Bitte geht nach Hause", schrieben sie auf Instagram. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete, die Gegend werde geräumt. Die Berliner Polizei rief dazu auf, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner verurteilte einen "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft". "Nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert", schrieb er im Kurzbotschaftendienst X. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden."

Am Samstag hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto "Haltung ist hot" am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar "Stonewall Inn" in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.

D.S.Robertson--TNT

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