The National Times - Norwegen gedenkt der Opfer der Breivik-Anschläge vor 15 Jahren

Norwegen gedenkt der Opfer der Breivik-Anschläge vor 15 Jahren


Norwegen gedenkt der Opfer der Breivik-Anschläge vor 15 Jahren
Norwegen gedenkt der Opfer der Breivik-Anschläge vor 15 Jahren / Foto: © NTB/AFP

Norwegen hat am Mittwoch der Opfer der rechtsextremistischen Anschläge von Oslo und Utöya vor 15 Jahren gedacht. An einer vor einigen Tagen eingeweihten Gedenkstätte für die 77 Todesopfer in der Hauptstadt Oslo erklärte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Störe, bei den Anschlägen habe es sich "um einen Angriff auf die Grundwerte gehandelt, auf denen unser Land aufgebaut ist: Menschenrechte, Gleichheit, Gerechtigkeit, Vielfalt und Toleranz".

Textgröße ändern:

Am 22. Juli 2015 hatte der Rechtsextremist Anders Behring Breivik zunächst eine Bombe im Regierungsviertel in Oslo gezündet, acht Menschen starben dabei. Anschließend tötete er auf der Insel Utöya weitere 69 Menschen. Die meisten von ihnen waren jugendliche Teilnehmer eines Sommerlagers der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei, der führenden sozialdemokratischen Partei in Norwegen. Breivik gab anschließend rechtsextreme Motive an. 2012 wurde er zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Bei der Zeremonie am Mittwoch kam auch der Vorsitzende der Arbeiterjugend zu Wort, der vor 15 Jahren auf Utöya war. "Auch wenn die heutige Generation keine persönlichen Erinnerungen mehr an das Ereignis hat, erbt sie die Verpflichtung von uns, niemals zu vergessen", erklärte Gaute Börstad Skjervö.

Mitte Juli hatte der norwegische Inlandsgeheimdienst PST einen Bericht veröffentlicht, in dem er vor weiteren Anschlägen warnte. Breiviks Tat "motiviert zunehmend rechtsextreme Akteure", hieß es in der Erklärung. Besondere Sorge gelte dabei "Minderjährigen, die sich radikalisieren".

Im weiteren Tagesverlauf sind noch ein Gedenkgottesdienst im Osloer Dom und eine Zeremonie in Utöya geplant.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Nach Tod von 15-Jährigem in Nordrhein-Westfalen: Tatverdächtige stellen sich

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg haben sich die beiden gesuchten Tatverdächtigen am Dienstag der Polizei gestellt. Die nach früheren Angaben 22 und 23 Jahre alten Männer sollen am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden, wie die Polizei in Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg mitteilten. Beide waren per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden.

Drohnenfund in Niedersachsen: Womöglich Sprengstoff in der Nähe entdeckt

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund am Dienstag unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtete.

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn

Der republikanische US-Senator John Curtis will die von einem russischen Geschäftsmann bezahlten Hochzeitsfeierlichkeiten von Donald Trumps ältestem Sohn parlamentarisch untersuchen lassen. In einem Brief an die Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats verlangte der Senator aus Utah am Dienstag Aufklärung darüber, ob die Präsidentenfamilie ihre politische Macht für private Geschäfte missbraucht hat. Zu diesem Zweck solle Donald Trump Jr. vorgeladen werden.

Textgröße ändern: