The National Times - Untersuchungsbericht bestätigt Hangrutsch als Ursache für Zugunglück von Riedlingen

Untersuchungsbericht bestätigt Hangrutsch als Ursache für Zugunglück von Riedlingen


Untersuchungsbericht bestätigt Hangrutsch als Ursache für Zugunglück von Riedlingen
Untersuchungsbericht bestätigt Hangrutsch als Ursache für Zugunglück von Riedlingen / Foto: © AFP/Archiv

Rund ein Jahr nach dem Zugunglück nahe Riedlingen in Baden-Württemberg mit drei Toten hat der offizielle Untersuchungsbericht einen Hangrutsch als Ursache bestätigt. Starkregen spülte Schlamm und Geröll auf die Strecke und ließ den Zug entgleisen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten abschließenden Analyse der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung in Bonn hervorgeht. Hinweise auf ein Fehlverhalten gab es demnach nicht.

Textgröße ändern:

Das Unglück hatte sich am 27. Juli vergangenen Jahres während der Fahrt eines Regionalzugs von Sigmaringen nach Ulm ereignet. Bei Riedlingen war dieser in eine auf die Gleise niedergegangene Hangmure gefahren und umgestürzt. Der Lokführer, ein Auszubildender der Zugbetreiberfirma und eine Passagierin starben. Fünf Insassen wurden schwer und 31 leicht verletzt. Ein durch Starkregen ausgelöster Hangrutsch war bereits unmittelbar danach als mögliche Unfallursache identifiziert worden.

Dem nun veröffentlichten Untersuchungsbericht zufolge war der Abgang für die unmittelbar beteiligten Beschäftigten der Bahnverkehrs- und Bahninfrastrukturunternehmen nicht vorhersehbar. Der Starkregen sei zwar prognostiziert gewesen, Hinweise auf eine Instabilität des Hanges habe die DB InfraGO AG Betreiber des Streckennetzes aber nicht gehabt.

Der für den Tag vorhergesagte Starkregen sei zudem auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes kein ungewöhnliches Ereignis gewesen, hieß es in dem Behördenbericht weiter. Die Wettervorhersagen war demnach kein Anlass für die Bahnunternehmen, bereits Maßnahmen einzuleiten.

Die Hangstelle sei in Aufzeichnungen der Stadt Riedlingen sowie des Deutschen Zentrums für Schienenfahrzeugforschung als ein Bereich mit "kleinem Gefährdungspotenzial" ausgewiesen gewesen. Nach Angaben der Bundesstelle war allerdings anzunehmen, dass dieses theoretische Risiko der DB InfraGO AG weder bekannt noch dieser mitgeteilt worden war.

S.Lee--TNT

Empfohlen

41-Jähriger in Dortmund soll eigenen Vater getötet haben

Ein 41-jähriger Mann soll in Dortmund seinen eigenen Vater getötet haben. Die Obduktion des Leichnams ergab, dass der 78-jährige Mann durch Stich- und Schnittverletzungen im Halsbereich tödlich verletzt wurde und infolge des Blutverlusts starb, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittwoch sagte. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Hinweis auf geplanten Gefangenenaufstand: Durchsuchung in JVA Siegburg

Nach einem Hinweis auf einen möglichen gewaltsamen Aufstand von Gefangenen ist die Justizvollzugsanstalt in Siegburg in Nordrhein-Westfalen durchsucht worden. Rund 100 Polizeikräfte unterstützten die Maßnahmen am Dienstag, wie ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf am Mittwoch mitteilte. Auslöser für den Großeinsatz war demnach die Aussage eines Gefangenen, wonach Inhaftierte einen Aufstand geplant hätten und dabei auch Waffen einsetzen wollten.

Nach Geisterfahrer-Unfall in Hessen: Zwölfjährige stirbt an Verletzungen

Nach einem Geisterfahrer-Unfall auf der Autobahn 45 in Hessen ist eines der drei lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Die Zwölfjährige starb am Dienstag an ihren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher in Gießen am Mittwoch sagte. Bei dem Unfall in der Nacht zum Sonntag nahe Florstadt waren die Autos einer 34-jährigen Falschfahrerin und eines 70-Jährigen frontal zusammengestoßen. Beide kamen durch den Unfall ums Leben.

Verheerender Waldbrand im Süden Frankreichs unter Kontrolle

Die französische Feuerwehr hat am Mittwoch einen verheerenden Waldbrand im Süden des Landes unter Kontrolle gebracht. "Momentan ist das Feuer auf seinen bisherigen Bereich begrenzt, das heißt, es breitet sich kaum noch aus", erklärte der örtliche Feuerwehrchef Eric Grohin zu dem Brand, der am Dienstag in der Nähe von Cotignac nordöstlich von Marseille ausgebrochen war und hunderte Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen hatte.

Textgröße ändern: