The National Times - Frauenfeindlicher Influencer Tate und Bruder in Miami verhaftet

Frauenfeindlicher Influencer Tate und Bruder in Miami verhaftet


Frauenfeindlicher Influencer Tate und Bruder in Miami verhaftet
Frauenfeindlicher Influencer Tate und Bruder in Miami verhaftet / Foto: © AFP/Archiv

Der US-britische Influencer und bekennende Frauenfeind Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in Miami verhaftet worden. Die britische Polizei teilte am Sonntag mit, die Brüder seien im Rahmen laufender Verfahren in Gewahrsam genommen worden. Großbritannien verlangt ihre Auslieferung. Die britische Justiz wirft ihnen unter anderem Vergewaltigungen, Menschenhandel und Steuerhinterziehung vor.

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Die US-Fahndungsbehörde US Marshals Service bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Brüder am Samstag (Ortszeit) gefasst wurden. Die Behörde machte keine Angaben zum Inhalt des Haftbefehls, da dieser unter Verschluss steht.

Das US-Boulevardportal "TMZ" veröffentlichte ein Video davon, wie Beamte die Brüder in Handschellen zu bereitstehenden Fahrzeugen führen. Auf die Frage eines Beobachters, ob er etwas sagen wolle, reagierte Tristan Tate nicht.

Der Anwalt der Brüder, Joseph McBride, bezeichnete seine Mandanten als "unschuldig". "Wir sind überzeugt, dass Andrew und Tristan Tate freikommen werden, sobald ein kompetenter Richter die Fakten sieht", sagte er. Den US-Behörden warf er einen "ungeheuerlichen Missbrauch" ihrer Befugnisse vor.

Großbritannien verlangt die Auslieferung der Tate-Brüder wegen 59 Anklagepunkten, wie die britische Strafverfolgungsbehörde CPS am Sonntag mitteilte. Davon betreffen 42 Vorwürfe den 39-jährigen Andrew Tate und 17 seinen 38 Jahre alten Bruder.

"Wir haben entschieden, Andrew und Tristan Tate wegen weiterer Straftaten anzuklagen", erklärte der CPS-Vertreter Malcolm McHaffie. Dazu gehörten Vergewaltigung, das Organisieren oder Begünstigen von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung sowie Straftaten im Zusammenhang mit unsittlichen Aufnahmen eines Kindes.

Die neuen Vorwürfe gegen die Tate-Brüder beruhen laut CPS auf Beweismitteln der Polizei in Bedfordshire. Insgesamt gibt es demnach sieben mutmaßliche Opfer. "Die CPS hat die Auslieferung der Tates aus den USA beantragt", teilte McHaffie mit.

Die Polizei im englischen Hertfordshire hatte in diesem Jahr Ermittlungen wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen gegen Andrew Tate aus den Jahren 2014 und 2015 wieder aufgenommen. Zudem untersucht die Polizei im englischen Bedfordshire andere Vorwürfe der Vergewaltigung und des Menschenhandels gegen die Brüder. Ferner werden sie in Großbritannien der Steuerhinterziehung und Geldwäsche beschuldigt.

Der Anwalt Matt Jury von einer Kanzlei, die vier mutmaßliche britische Opfer von Andrew Tate vertritt, erklärte, es gebe nun die Aussicht auf eine Auslieferung Tates nach Großbritannien. Die vier Britinnen hätten jahrelang dafür gekämpft, dass gehandelt werde.

Jury forderte laut der Nachrichtenagentur PA die Behörden dringend auf, "sicherzustellen, dass dieser Fall so schnell wie möglich vorangetrieben wird". Andrew und Tristan Tate würden "einige der schlimmsten Straftaten" vorgeworfen. Es sei an der Zeit, dass sie sich der Justiz stellen müssen.

Auch in Rumänien, wo die Brüder jahrelang lebten, stehen Vorwürfe gegen die Tate-Brüder unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen, Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen und Geldwäsche im Raum. Nach mehrmonatiger Haft durften die Brüder jedoch das Land im Februar 2025 verlassen.

Im März vergangenen Jahres leitete dann die Justiz des US-Bundesstaats Florida strafrechtliche Ermittlungen gegen die Brüder ein. Der Status dieser Ermittlungen ist unklar.

Andrew Tate zählt zu den bekanntesten Vertretern der sogenannten Mannosphäre, eines überwiegend im Internet aktiven Milieus, das traditionelle Männlichkeitsvorstellungen und antifeministische Positionen vertritt. Im Onlinedienst X hat Andrew Tate rund 10,8 Millionen Follower. Die Brüder besitzen die britische und die US-Staatsbürgerschaft und haben mehrfach ihre Unterstützung für US-Präsident Donald Trump bekundet.

G.Morris--TNT

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