The National Times - Bilanz von Waldbrand in Andalusien: Zwölf der 13 Todesopfer stammten aus dem Ausland

Bilanz von Waldbrand in Andalusien: Zwölf der 13 Todesopfer stammten aus dem Ausland


Bilanz von Waldbrand in Andalusien: Zwölf der 13 Todesopfer stammten aus dem Ausland
Bilanz von Waldbrand in Andalusien: Zwölf der 13 Todesopfer stammten aus dem Ausland / Foto: © AFP

Sieben Todesopfer aus Großbritannien, drei aus Belgien und jeweils eines aus Frankreich, den USA und Spanien - das ist die Opferbilanz des verheerenden Waldbrands in Andalusien. Die spanischen Behörden gaben am Dienstagabend die Identität aller Todesopfer bekannt. In dem Brandgebiet waren zwölf bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen gefunden worden, bei dem 13. Opfer handelt es sich um eine 93-jährige Britin, die am Sonntag im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag.

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Am Brandort hatten die Rettungskräfte zwölf Leichen geborgen, die durch die Flammen so stark entstellt waren, dass zu ihrer Identifizierung Gen-Proben herangezogen werden mussten. Über die jeweiligen diplomatischen Dienste der Herkunftsländer musste dazu Kontakt mit den Angehörigen aufgenommen werden. Laut den Autopsieergebnissen handelte es sich bei den insgesamt 13 Todesopfern um acht Frauen, darunter eine Französin und eine US-Bürgerin, und fünf Männer, darunter ein Spanier.

Die andalusische Provinz Almería war vergangene Woche von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. Dabei brannten etwa 7000 Hektar Land nieder.

Das tödliche Feuer war vergangenen Donnerstag nachmittags in Los Gallardos ausgebrochen, ausgelöst wurde es offenbar von einem herabgestürzten Stromkabel. Etwa 1500 Menschen mussten das Gebiet im Süden des Landes zwischenzeitlich verlassen. In der Gegend unweit der Mittelmeerküste leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.

Spanien ist besonders von den Folgen des globalen Klimawandels betroffen. Im vergangenen Jahr zerstörten Waldbrände in dem Land nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems gut 393.000 Hektar Vegetation, acht Menschen kamen ums Leben.

Die Wetterbehörde Aemet teilte am Dienstag mit, das spanische Festland habe in der ersten Sommerhälfte die höchsten Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 festgestellt. Die Durchschnittstemperatur vom 1. Juni bis zum 15. Juli lag bei 24,5 Grad Celsius und damit 3,3 Grad höher als der Referenzwert von 21,2 Grad Celsius für den Zeitraum 1991 bis 2020, wie Aemet-Sprecher Rubén del Campo der Nachrichtenagentur AFP sagte.

"Praktisch alle Tage im Sommer 2026 haben bisher in ganz Spanien Temperaturen verzeichnet, die über dem normalen Durchschnitt liegen", teilte Aemet im Onlinedienst X mit. Auf dem spanischen Festland wurden zudem die höchsten täglichen Durchschnittstemperaturen und die höchste durchschnittliche Mindesttemperatur für den Monat Juni seit mindestens 1950 registriert.

T.Bennett--TNT

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