The National Times - Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei

Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei


Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei
Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei / Foto: © KHAMENEI.IR/AFP/Archiv

Am vierten Tag der Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer des Iran haben die Menschen in der Gelehrtenstadt Ghom Abschied von Ayatollah Ali Chamenei genommen. Chameneis Leichnam wurde in der Dschamkaran-Moschee aufgebahrt, der 93 Jahre alte einflussreiche konservative Geistliche Abdullah Dschawadi-Amoli hielt einen Gebetsgottesdienst ab. Chamenei war zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar getötet worden.

Textgröße ändern:

In der Moschee skandierte eine Menschenmenge "Tod für Amerika", ein Schlachtruf, der häufig bei offiziellen Versammlungen im Iran zu hören ist. Nach dem Gottesdienst wurde Chameneis Sarg gemeinsam mit denen seiner getöteten Angehörigen in einem Trauerzug zum Mausoleum von Fatima Masumeh gebracht, der Schwester des achten schiitischen Imams Resa.

Das staatliche iranische Fernsehen veröffentlichte Luftaufnahmen, auf denen die Straßen der etwa 1,5 Millionen Einwohner zählenden und als heilig geltenden Stadt voll mit Menschen zu sehen waren. Am Vortag hatte eine unüberschaubare Menschenmenge die Straßen Teherans gesäumt, als Chameneis Sarg auf der offenen Ladefläche eines Lastwagens durch die Hauptstadt gefahren wurde.

Der 86 Jahre alte Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem Angriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Er hatte das klerikale System im Iran seit 1989 geführt. Nach den Feierlichkeiten in Ghom soll Chameneis Sarg am Mittwoch in schiitische Heiligtümer im Irak gebracht werden. Die Beisetzung ist für Donnerstag in Chameneis Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Iran geplant.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Quecksilberverdacht in Paketzustellzentrum bei Rostock: Proben werden untersucht

Nach der Räumung eines Paketzustellzentrums in Mecklenburg-Vorpommern wegen eines Quecksilberverdachts ist das Gebäude im Ort Leizen zunächst weiter gesperrt geblieben. Spezialkräfte der Feuerwehr nahmen Proben eines möglicherweise gefährlichen Stoffs, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Die Proben seien zur Untersuchung in ein Labor nach Hamburg gebracht worden, das mit der Analyse begonnen habe.

Berlin: Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schusswaffenhandels

Bei Durchsuchungen wegen des Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel hat die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mehrere Menschen festgenommen. Zudem wurden zwei scharfe Schusswaffen samt Munition gefunden, wie die Beamten mitteilten. 300 Einsatzkräfte waren stadtweit im Einsatz.

Erste Urteile in Prozess um riesiges Waffenarsenal in Wuppertal gefallen

Im Prozess um ein ausgehobenes Arsenal mit zahlreichen Kriegswaffen in einem Haus in Remscheid in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch vor dem Landgericht Wuppertal zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein 38-Jähriger erhielt dreieinhalb Jahre Haft, ein 35-Jähriger zweieinhalb Jahre, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Hauptangeklagte, dem die Staatsanwaltschaft den Besitz des Waffenarsenals vorwirft, steht weiterhin vor Gericht.

Absturz von Kampfjet auf US-Stützpunkt Spangdahlem: Ermittlungen zu Ursache laufen

Nach dem Absturz eines F-16-Kampfjets auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz ist die Ursache weiter unklar. Die Ermittlungen dazu liefen, teilte die US-Airbase am Dienstagabend mit. Der verunglückte Jet kehrte demnach von einem routinemäßigem Trainingsflug zurück.

Textgröße ändern: