The National Times - Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler

Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler


Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler
Interpol: Mehr als tausend Festnahmen auf vier Kontinenten bei Schlag gegen Menschenhändler / Foto: © AFP/Archiv

In einem Schlag gegen internationale Netzwerke von Menschenhändlern hat die Polizei aus 59 Ländern mehr als tausend Menschen auf vier Kontinenten festgenommen. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der internationalen Polizeiorganisation Interpol vom Montag in Afrika, Amerika, Europa und Asien innerhalb von fünf Tagen. Die "Global Chain" (Globale Kette") genannte Aktion wurden von den Behörden in Rumänien und Österreich ausgeführt und von Interpol, der europäischen Polizeibehörde Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert.

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Insgesamt wurden laut Interpol mehr als 2000 Opfer identifiziert, die zur Prostitution gezwungen oder aber auf andere Kontinente zum Arbeiten geschickt wurden, wo sie etwa betteln oder sich an kriminellen Handlungen beteiligen mussten.

Die Mehrzahl der Opfer aus 45 Ländern kam aus Argentinien, Kolumbien, Venezuela, Moldau und Nepal. Zehn Prozent waren den Angaben zufolge minderjährig. Die Täter suchten sich ihre Opfer gezielt unter vulnerablen Gruppen aus und täuschten oder nötigten sie, damit sie in andere Länder ausreisten.

So wurde in Brasilien ein internationales Netzwerk ausgehoben, das Menschen nach Kambodscha schickte und dort zur Arbeit in speziellen Zentren für Online-Betrug nötigte. In Belgien nahmen die Ermittler 17 Verdächtige fest, die minderjährige Frauen in Online-Netzwerken rekrutiert und dann zur Prostitution in Belgien und Frankreich gezwungen hätten.

Menschenhandel sei nach wie vor eine der am lukrativsten und weltweit am weitesten verbreitete Form der organisierten Kriminalität, erklärte Interpol. Jedes Jahr würden damit illegale Milliarden-Umsätze erzielt, während die Opfer mit schweren und dauerhaften Folgen zu kämpfen hätten.

P.Barry--TNT

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