The National Times - Kanadischer Kardinal Ouellet weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück

Kanadischer Kardinal Ouellet weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück


Kanadischer Kardinal Ouellet weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück
Kanadischer Kardinal Ouellet weist Vorwürfe sexueller Übergriffe zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der kanadische Kardinal Marc Ouellet hat die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen sexueller Übergriffe zurückgewiesen und rechtliche Schritte dagegen in Aussicht gestellt. Er "verneine entschieden", dass er sich "unangemessen" verhalten habe, erklärte der 78-Jährige in einer Mitteilung, die am Freitag auf Französisch und Italienisch auf der Website des Vatikans veröffentlicht wurde. Eine Frau hatte Ouellet vorgeworfen, sie während eines Praktikums sexuell belästigt zu haben.

Textgröße ändern:

Ouellet erklärte, er betrachte die "Auslegung und Verbreitung dieser Vorwürfe als sexuelle Übergriffe als rufschädigend". Sollte ein zivilrechtliches Verfahren eröffnet werden, werde er daran "aktiv teilnehmen", damit "die Wahrheit festgestellt und meine Unschuld anerkannt" werde.

Am Donnerstag hatte der Vatikan mitgeteilt, dass Papst Franziskus die gegen Ouellet erhobenen Anschuldigungen nicht formell untersuchen lassen wolle. Der Papst habe erklärt, dass er für die Einleitung einer solchen Untersuchung keine "ausreichenden Beweise" sehe, erklärte Vatikansprecher Matteo Bruni.

Ouellet hatte über lange Zeit als möglicher Anwärter auf das Papstamt gegolten. Wenige Wochen nach der Kanada-Reise von Papst Franziskus Ende Juli waren am Dienstag Missbrauchsvorwürfe gegen Ouellet publik geworden.

In einer Sammelklage gegen mehr als 80 Mitglieder des Erzbistums Québec werden dem heutigen Präfekten der Bischofskongregation im Vatikan von einer früheren Praktikantin sexuelle Übergriffe vorgeworfen, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. In dem fraglichen Zeitraum von 2008 bis 2010 war Ouellet Erzbischof von Québec.

Eine nur als "F" identifizierte Frau wirft Ouellet laut den Dokumenten vor, sie wiederholt geküsst, ihr "kräftig" die Schultern massiert und ihr ein Mal mit der Hand über den Hintern gefahren zu sein. Die Frau gibt an, sie habe sich von dem damaligen Erzbischof "gejagt" gefühlt.

A.Little--TNT

Empfohlen

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Weißes Haus ignoriert Gerichtsanordnung und hält Hausverbot für Medien aufrecht

Trotz einer anderslautenden Gerichtsentscheidung hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie der Plattform Politico weiterhin den Zugang verweigert. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt verwehrt worden, als sie über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten wollten. Sie beantragten daraufhin eine Eilanhörung vor Gericht. US-Präsident Donald Trump hatte den drei Medien "Falschinformationen" vorgeworfen und ein Hausverbot verhängt.

Reporter von CNN, MS NOW und Politico weiter ohne Zugang zum Weißen Haus

Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW und der Plattform Politico haben weiter keinen Zugang zum Weißen Haus - obwohl ein US-Bundesgericht das von Präsident Donald Trump verhängte Hausverbot vorerst aufgehoben hat. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt ins Weiße Haus verweigert worden. Die Journalisten wollten über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten.

Textgröße ändern: