The National Times - Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege

Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege


Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege
Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege / Foto: © AFP/Archiv

Sechseinhalb Wochen nach dem Ausbruch eines privat gehaltenen Tigers im sächsischen Schkeuditz haben die Behörden sechs weitere Tiere aus dem Gehege geholt und an eine Tierschutzorganisation übergeben. Die Tiere seien sediert und in spezielle Transportboxen gebracht worden, teilte das Landratsamt Nordsachsen am Mittwoch mit. In diesen sollten sie in ein Auffanglager der Organisation Animal Advocacy and Protection in Spanien gefahren werden.

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Bereits am 1. April 2026 sei die Besitzerin der Tiger aufgefordert worden, die Haltungsbedingungen zu verbessern, hieß es vom Landkreis. Da sie die Vorgabe nicht wie verlangt bis zum 30. Juni eingehalten habe, seien sechs der acht Tiger aus Tierschutzgründen weggenommen worden. Die Anlage biete aktuell nur Platz für zwei Tiere.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist. Sie bietet laut eigener Internetseite dort unter anderem "Tiger-Streichel-Events" an. Im Mai brach ein männliches Tier aus und verletzte einen 72-jährigen Mann schwer. Das Tier wurde in einer Gartenanlage entdeckt und von der Polizei erschossen.

Um die Bevölkerung bei der "Fortnahme" nicht zu gefährden, wurde das Gelände am Mittwoch laut Behörden von der Polizei weiträumig abgesperrt. Nach der Sedierung wurden die Tiger anhand implantierter Chips zweifelsfrei identifiziert und von mehreren Tierärzten untersucht. Auch den Transport nach Spanien sollte ein Veterinärmediziner begleiten.

F.Hughes--TNT

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