The National Times - Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg

Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg


Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg
Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Textgröße ändern:

Zwei der mutmaßlichen Mittelsmänner, an die der Angeklagte das Geld überwiesen haben soll, betrieben demnach IS-Propaganda über Kanäle im Messengerdienst Telegram und riefen dort laut Anklage zu Spenden für die Dschihadisten auf. Der 33-Jährige soll zwischen Februar 2021 und April 2022 in vier Teilbeträgen insgesamt 220 Euro gezahlt haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollten IS-Mitglieder in Syrien mit dem Geld aus Camps und Gefängnissen freigekauft und unterstützt werden, um den Fortbestand der Organisation zu sichern. Der IS hatte während des Bürgerkriegs in Syrien große Gebiete in Syrien und im Nachbarland Irak kontrolliert. Ab etwa 2014 geriet er durch Offensiven seiner Gegner zunehmend in die Defensive, bis 2019 brach seine Herrschaft vollständig zusammen. Viele Mitglieder gerieten in Gefangenschaft.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das Denkmal am Sonntag über mehrere Stunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mehrere Vermummte hatten sich zuvor Zutritt zu dem Denkmal verschafft. Nach Einschätzung der Ermittler sind diese der Identitären Bewegung zuzurechnen. Die Vermummten zündeten demnach Pyrotechnik und entrollten Banner.

"Für Juden unwählbar": Zentralrat kritisiert Linke für Israel-Beschlüsse

Nach dem Bundesparteitag der Linken hat sich der Zentralrat der Juden scharf von der Partei distanziert. "Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub", sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag der "Welt". Er fügte hinzu: "Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwählbar."

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Textgröße ändern: