The National Times - "Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt


"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt
"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt / Foto: © AFP/Archiv

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

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Er folgt im nordrhein-westfälischen Münster auf Felix Genn. Dessen Rücktritt als Bischof nahm im März 2025 noch der wenig später verstorbene Papst Franziskus an. Der neue Papst Leo XIV. benannte Wilmer im März dieses Jahres zum Bischof von Münster. Das dortige Bistum ist mit knapp 1,6 Millionen Katholikinnen und Katholiken das mitgliederstärkste in Deutschland.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki führte Wilmer nun ins Amt ein. Die päpstliche Ernennungsurkunde wurde präsentiert und Wilmers Vorgänger Genn übergab ihm den Bischofsstab. In seiner Predigt rief der neue Münsteraner Bischof dazu auf, sich in "unruhiger" Zeit zu bekennen und den Menschen zu dienen. Zunächst berichtete er von den Pilgertouren, die er in den vergangenen Tagen mit anderen Gläubigen durch sein neues Bistum machte, und den dort geführten Gesprächen.

Die Frage stelle sich neu: "Wozu stehen wir? Zu wem bekennen wir uns?" führte er aus. "Wenn wir heute hören, was Menschen erzählen, die Opfer von Gewalt geworden sind, die missachtet wurden, verletzt wurden, deren Würde angetastet wurde – dann spüren wir, wie nah uns diese Stimme ist." Bekennen heiße, nicht wegzusehen und die Wahrheit auszuhalten, "auf der Seite der Verwundeten zu stehen", sagte Wilmer. Bekennen heiße "sich ausrichten, sich festmachen, sich nicht verstecken."

Der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Fuldas Bischof Michael Gerber, gratulierte Wilmer und erklärte: "Wir haben Dich in den vergangenen Jahren als Mitbruder kennengelernt, der aus einer geistlichen Tiefe schöpft, der theologisch fundiert und erfahrungsbezogen authentisch argumentiert und dem es ein großes Anliegen ist, kollegial zu agieren und Brückenbauer zu sein."

An dem Gottesdienst nahmen neben Kirchenvertretern aus Deutschland und anderen Ländern auch Vertreterinnen und Vertreter der Politik teil, darunter Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Zahlreiche Menschen versammelten sich außerdem vor dem Dom, wo ein Fest der Begegnung stattfand.

Wüst bat die Kirchen in seinem Grußwort: "Lassen Sie uns gemeinsam Mutmacher sein und den Angstmachern an den politischen Rändern entgegenstehen." Extremisten und Spalter hätten es immer dort schwer, "wo der Zusammenhalt groß ist, wo Menschen, Institutionen sind, die Halt geben, die Zuversicht spenden", sagte Wüst. "Die Kirchen haben diese Kraft".

S.Arnold--TNT

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