The National Times - Stromversorgung in Reutlingen läuft weitgehend - Kein Bekennerschreiben nach Brand

Stromversorgung in Reutlingen läuft weitgehend - Kein Bekennerschreiben nach Brand


Stromversorgung in Reutlingen läuft weitgehend - Kein Bekennerschreiben nach Brand
Stromversorgung in Reutlingen läuft weitgehend - Kein Bekennerschreiben nach Brand / Foto: © AFP/Archiv

Im baden-württembergischen Reutlingen und den umliegenden Gemeinden ist nach dem mutmaßlich durch Brandstiftung verursachten großflächigen Ausfall die Stromversorgung wieder größtenteils hergestellt. Nahezu alle betroffenen Privathaushalte seine zumindest wieder provisorisch mit Strom versorgt, teilten die Betreiber am Dienstag mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Brände brachten noch keinen entscheidenden Durchbruch.

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Wie ein Sprecher der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart erklärte, gab es kein Bekennerschreiben zu der Tat. Solche Schreiben hatte es bei vergleichbaren Taten in der Vergangenheit gegeben. Dem Sprecher zufolge ergaben die bisherigen Ermittlungen Hinweise auf den Einsatz von Brandbeschleuniger. Hierzu dauerten die kriminaltechnischen Analysen und Laboruntersuchungen an. Das Ermittlungsverfahren werde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe geführt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach in Berlin davon, dass es "Indizien" gebe, dass es sich um einen Brandanschlag handle. Dobrindt stellte dabei eine Verbindung zur linken Szene her, die etwa auch für den Brandanschlag am 3. Januar in Berlin verantwortlich sein soll. "Das ist ein Mittel des Kampfs von links gegen die Gesellschaft, gegen den Staat." Zu dem Anschlag in Berlin hatte sich eine sogenannte Vulkangruppe bekannt - das Bekennerschreiben wurde als authentisch eingestuft.

In der 120.000-Einwohner-Stadt Reutlingen und mehreren Nachbargemeinden war in der Nacht zum Montag nach Bränden in zwei Umspannwerken die Stromversorgung ausgefallen. Der Sachschaden allein bei den Stromversorgern geht nach deren Angaben in die Millionen, dazu kommen die Schäden vor allem bei Gewerbetreibenden.

Die Betriebe mussten ihre Arbeit einstellen, Supermärkte mussten verderbliche Lebensmittel wegen der nicht funktionierenden Kühlung entsorgen. Wie die Netzbetreiber erklärten, waren auch am Dienstag etwa 50 Gewerbekunden nicht am Stromnetz. Deren Versorgung könne voraussichtlich nicht vor Mittwochabend wieder hergestellt werden, hieß es.

G.Morris--TNT

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