The National Times - ADAC: Enorme Dunkelziffer bei Handyverstößen am Steuer

ADAC: Enorme Dunkelziffer bei Handyverstößen am Steuer


ADAC: Enorme Dunkelziffer bei Handyverstößen am Steuer
ADAC: Enorme Dunkelziffer bei Handyverstößen am Steuer / Foto: © AFP/Archiv

Der ADAC hat erneut vor den Gefahren durch Handynutzung am Steuer gewarnt. Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern nur zwei Sekunden auf sein Handy schaue, "fährt 28 Meter im 'Blindflug' und riskiert so, einen Unfall zu verursachen", erklärte der Automobilklub am Montagabend in München. Der Verein geht von einer enormen Dunkelziffer bei Handyverstößen am Steuer von Kraftfahrzeugen aus.

Textgröße ändern:

Während jährlich rund 400.000 Fälle registriert würden, sei die Dunkelziffer "um ein Vielfaches höher". Laut einer Untersuchung in den Großstädten Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München wurden bei 2,7 Prozent der Autofahrer Handyverstöße registriert. Auf das gesamte Kfz-Verkehrsaufkommen in Deutschland im Jahr hochgerechnet, ergibt sich laut ADAC daraus die Zahl von rund einer Milliarde Verstößen.

Die Verkehrsbeobachtung zeigte demnach auch, dass Radfahrer mit 1,4 Prozent seltener Handyverstöße begehen und dass unabhängig vom Verkehrsmittel bei einem Großteil der Verstöße das Handy in der Hand und nicht am Ohr gehalten wird. Wer darauf tippe oder etwas auf dem Smartphone suche, wende die Aufmerksamkeit von der Straße ab - "mit potenziell gravierenden Folgen", warnte der ADAC.

Lewis--TNT

Empfohlen

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Quecksilberverdacht in Paketzentrum bei Rostock bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Quecksilber in einem Paketzustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nicht bestätigt. Die Sperrung des Gebäudes im Ort Leizen wurde aufgehoben, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Proben seien untersucht worden - es handle sich nicht um Quecksilber, sondern um den ungiftigen Stoff Galinstan.

Textgröße ändern: