The National Times - Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg

Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg


Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg
Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Nach tödlichen Pistolenschüssen auf seinen Cousin ist ein Mann in Hamburg zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt sprach den Angeklagten nach Angaben einer Sprecherin am Donnerstag außerdem wegen weiterer Schüsse auf den Bruder des Getöteten schuldig. Dieser war bei der Tat Ende Oktober 2024 schwer verletzt worden.

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Das Urteil erging wegen Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Waffenrechtsverstößen. Hintergrund der Schüsse war laut Gericht ein Streit um ungeklärte Geldschulden. Die Staatsanwaltschaft hatte den Fall ursprünglich als Mord angeklagt, ging nach der Beweisaufnahme aber ebenfalls von einem Totschlag aus und plädierte auf zehneinhalb Jahre Haft. Die Verteidigung wollte einen Freispruch erreichen.

Die Verteidigung des zum Verhandlungsauftakt im Februar 38 Jahre alten Angeklagten ging von Notwehr aus. Demnach soll ihr Mandant nur zur Verteidigung geschossen haben, nachdem er seinerseits von seinem Cousin und dessen Bruder mit Messern attackiert wurde. Dem folgte das Gericht jedoch nicht. Zwar habe es die Messerangriffe gegeben, diese seien aber bereits Folge der Bedrohung durch den Angeklagten gewesen.

Laut Gericht ereignete sich die Tat in einem sozial prekären Milieu in einer Wohnung im Stadtteil Billstedt, die Lebenswelt des Beteiligten war demnach unter anderem von Drogenkonsum, illegalen Aufenthalten sowie unklaren Wohn- und Arbeitsverhältnissen geprägt. Der als Zeuge geladene Überlebende etwa erschien nicht vor Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rechtsmittel dagegen sind für den Verurteilten möglich.

N.Johns--TNT

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