The National Times - Britische Polizei prüft mögliche Sexualstraftat von Ex-Prinz Andrew

Britische Polizei prüft mögliche Sexualstraftat von Ex-Prinz Andrew


Britische Polizei prüft mögliche Sexualstraftat von Ex-Prinz Andrew
Britische Polizei prüft mögliche Sexualstraftat von Ex-Prinz Andrew / Foto: © AFP

Im Zuge des Epstein-Skandals prüft die britische Polizei weitere Vorwürfe hinsichtlich einer Sexualstraftat des früheren Prinzen Andrew. Die Ermittler hätten Kontakt mit dem Anwalt eines mutmaßlichen Opfers aufgenommen, erklärte die Polizei der Region Thames Valley am Freitag. Dabei gehe es um Berichte, wonach eine Frau 2010 "für sexuelle Zwecke" nach Windsor gebracht worden sei, wo Andrew damals lebte. Mögliche Zeugen seien aufgerufen, sich zu melden.

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Dem Anwalt des mutmaßlichen Opfers sei mitgeteilt worden, dass die Ermittler eine mögliche Strafanzeige der Frau ernstnehmen und mit "Sorgfalt, Sensibilität und Rücksicht auf ihre Privatsphäre und ihr Recht auf Anonymität" behandeln würden, erklärte die Polizei weiter.

Der US-Anwalt Brad Edwards hatte der britischen BBC im Januar gesagt, eine nicht aus Großbritannien stammende Frau habe 2010 eine Führung durch den Buckingham-Palast erhalten, nachdem sie mit Andrew eine Nacht in dessen damaliger Residenz in Windsor verbracht habe. "Wir reden hier von mindestens einer Frau, die von Jeffrey Epstein zu Prinz Andrew geschickt wurde", sagte Edwards damals.

Zuvor hatte bereits das Epstein-Opfer Virginia Giuffre Andrew vorgeworfen, sie im Alter von 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Ein Rechtsstreit zwischen Giuffre und Andrew in den USA war 2022 außergerichtlich beigelegt worden. In ihren im vergangenen Jahr posthum erschienen Memoiren hatte Giuffre ihre Vorwürfe detailliert erneuert.

Gegen Andrew Mountbatten-Windsor laufen bereits seit Monaten Ermittlungen wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens im Amt. Dem Bruder des heutigen Königs Charles III. wird vorgeworfen, als britischer Handelsbeauftragter in den Jahren 2001 bis 2011 geheime Geschäftsinformationen an den inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Epstein weitergegeben zu haben. Im Februar war der Ex-Prinz in dem Zusammenhang vorübergehend festgenommen worden.

König Charles III. hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu dem Sexualstraftäter Epstein bereits im vergangenen Herbst alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Zudem musste der mittlere Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. aus seiner bisherigen Residenz auf dem Gelände von Schloss Windsor aus- und ins entlegene Sandringham umziehen. Andrew Mountbatten-Windsor bestreitet jegliches Fehlverhalten.

F.Adams--TNT

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