The National Times - Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen

Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen


Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen
Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Ob Telefonieren oder Surfen im Internet: Im Urlaub gelten für Mobilfunkkunden innerhalb der EU dieselben Bedingungen wie Zuhause - bei Fernreisen allerdings können böse Überraschungen lauern. Hier seien die Tarifpreise oft "absurd" hoch, erklärte das Vergleichsportal Verivox am Freitag. Zuletzt habe es jedoch Bewegung gegeben - ein "erster Schritt für kostengünstiges Roaming auf Fernreisen".

Textgröße ändern:

Grund dafür ist laut Vergleichsportal, dass die Deutsche Telekom zu ihren Tarifen seit kurzem ein weltweites, kostenloses Datenbudget anbietet. Je nach Tarif sind demnach zwischen zwei und 50 Gigabyte (GB) Datenvolumen pro Kalenderjahr enthalten - für 148 Länder und Regionen weltweit, darunter populäre Reiseziele wie Australien, Ägypten, die Dominikanische Republik oder Thailand.

"Der Schritt der Telekom ist lobenswert, aber auch überfällig", erklärte Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg. "Seit neun Jahren gilt das freie EU-Roaming, weitere Schritte für andere Länder gab es jedoch nur punktuell", kritisierte er. "Aus Verbrauchersicht ist zu hoffen, dass andere Anbieter baldmöglichst nachziehen."

Grundsätzlich rät das Vergleichsportal Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihre aktuellen Konditionen für das gewünschte Reiseland aufmerksam zu prüfen. "Je nach Zielland kann eine Abrechnung in sehr kleinen Schritten voreingestellt sein, mit Preisen von rechnerisch mehr als 1000 Euro je GB - bei Discountern können diese Kosten theoretisch mehr als 16.000 Euro pro GB betragen", warnte das Portal. Inzwischen greife jedoch nach Erreichen von knapp 60 Euro ein gesetzlicher Kostendeckel.

Wer häufiger Fernziele ansteuere, könne auch eine lokale Prepaidkarte kaufen, erläuterte Verivox. Wer nicht intensiv surfe, sich aber trotzdem absichern wolle, finde kleine Datenpakete auch bei manchen deutschen Anbietern (etwa 10,00 Euro je GB oder 15,00 Euro für 2 GB).

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Häusliche Gewalt: Opfer sollen sich schneller von Partner scheiden lassen können

Opfer häuslicher Gewalt sollen sich nach dem Willen der Bundesregierung künftig schneller von ihren Partnern scheiden lassen können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vor, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben) vorlag. Die geplante Änderung im Eherecht trage dem berechtigten Bedürfnis von Gewaltopfern Rechnung, "eine mit dem Gewalttäter eingegangene Ehe möglichst schnell zu beenden", heißt es darin.

Nach Hauseinsturz in Görlitz: Offenbar alle drei Vermissten tot geborgen

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz haben Rettungskräfte offenbar alle drei Vermissten tot geborgen. Bei der Suche in den Trümmern sei eine dritte Leiche gefunden worden, bei der es sich "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" um einen zuvor noch vermissten 48-Jährigen handele, teilte die Polizeidirektion Görlitz am Donnerstagabend mit. Zuvor waren laut Polizei die Leichen einer 25-Jährigen und einer 26-Jährigen geborgen worden.

Streit über Maklerprovision vor BGH: Urteil kommt später

Im Streit über die Maklerprovision bei einem Zweifamilienhaus, das als Einfamilienhaus genutzt werden soll, wird das Urteil zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Das kündigte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag nach der mündlichen Verhandlung an. In dem Fall aus Berlin geht es um sechs Prozent des Kaufpreises, welche der Makler als Provision verlangt. (Az. I ZR 111/25)

Mutmaßliche iranische Anschlags- und Mordpläne in Deutschland: Spion angeklagt

Elf Monate nach seiner Festnahme ist ein mutmaßlicher Spion für den Iran in Deutschland angeklagt worden. Ali S. soll mögliche Anschlagsziele erkundet haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag mitteilte. Im Fokus des Auftrags an S. standen demnach unter anderem der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sowie der Grünen-Politiker Volker Beck, der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Textgröße ändern: