The National Times - 38 Euro pro Kopf für Fairtrade-Produkte: Umsatz erreicht 2025 neues Rekordhoch

38 Euro pro Kopf für Fairtrade-Produkte: Umsatz erreicht 2025 neues Rekordhoch


38 Euro pro Kopf für Fairtrade-Produkte: Umsatz erreicht 2025 neues Rekordhoch
38 Euro pro Kopf für Fairtrade-Produkte: Umsatz erreicht 2025 neues Rekordhoch / Foto: © AFP/Archiv

Von Kaffee über Kakao bis hin zu Bananen: Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten hat in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals die Schwelle von drei Milliarden Euro überschritten. Wie der Verein Fairtrade Deutschland am Dienstag mitteilte, wurde 2025 beim Umsatz ein Rekordhoch von 3,14 Milliarden Euro erzielt - knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Kopf hätten Verbraucherinnen und Verbraucher damit rund 38 Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben.

Textgröße ändern:

Dies sei nicht nur ein "tolles Ergebnis", sondern auch ein "wichtiges Signal für den Markt", erklärte Benjamin Drösel von Fairtrade Deutschland - "vor allem angesichts der aktuellen Situation mit steigenden Preisen und schwacher Konsumneigung".

Der Absatz von Fairtrade-Bananen stieg den Angaben zufolge um sieben Prozent auf 130.550 Tonnen und einen Marktanteil von rund 17 Prozent. Auch der Absatz von Fairtrade-Kakaobohnen habe "entgegen dem Negativtrend auf dem Gesamtmarkt" auf 92.100 Tonnen und damit um rund 3,5 Prozent zugelegt. Der Fairtade-Martkanteil bei Kakao liegt demnach bei 21 Prozent.

Bei Fairtrade-Kaffee sei "aufgrund hoher Kaffeepreise" mit 1,04 Milliarden Euro ein deutliches Umsatzplus verbucht worden, führte Fairtrade Deutschland aus. Allerdings sei der Absatz hier mit 24.000 Tonnen leicht zurückgegangen; der Marktanteil liege stabil bei fünf Prozent. Bei Fairtrade-Blumen wurde mit 472 Millionen Stielen indes ein Absatzminus von acht Prozent verzeichnet - der größte Rückgang seit der Corona-Pandemie.

In Deutschland werden bereits seit vielen Jahren Waren mit dem Fairtrade-Siegel verkauft. Es garantiert, dass bei der Herstellung der Produkte bestimmte Vorgaben eingehalten wurden - beispielsweise zu Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen.

Die Produzenten erhielten laut Fairtrade Deutschland im vergangenen Jahr zusätzlich zum Verkaufspreis rund 42 Millionen Euro Prämiengelder durch Fairtrade-Verkäufe auf dem deutschen Markt. Dies sei Geld, "das für notwendige Investitionen dringend gebraucht wird", erläuterte der Verein. Steigende Kosten müssten auch angesichts des Klimawandels und globaler Krisen "entlang der gesamten Lieferkette fair verteilt werden", erklärte Vorständin Claudia Brück.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

Polizist stirbt bei Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring

Bei einem dienstlichen Fahrsicherheitstraining auf dem Hockenheimring ist ein Polizist tödlich verunglückt. Der 53 Jahre alte Mann sei am Montagabend mit seinem Dienstmotorrad aus noch unklarer Ursache in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Dienstag im baden-württembergischen Aalen mit. Er sei dann mit einer Reifenwand kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen sei der Polizeibeamte noch vor Ort verstorben.

ARD und ZDF streiten vor Verfassungsgericht für höheren Rundfunkbeitrag

Der Dauerstreit über den Rundfunkbeitrag ist am Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragen worden. Karlsruhe verhandelte über Beschwerden von ARD und ZDF. Sie wehren sich dagegen, dass der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das verstoße gegen die Rundfunkfreiheit, argumentieren sie. Die Sender hoffen, dass das Gericht nachträglich eine Beitragssteigerung anordnet. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

WM unter Wasser: Zehntausende Fans in Philadelphia müssen Stadionplätze verlassen

Blitze in der Nähe des Stadions, klatschnasse Fans und eine lange Unterbrechung: Ein Unwetter in Philadelphia hat den Zuschauern des WM-Spiels zwischen Frankreich und dem Irak einiges abverlangt. Zehntausende Fans mussten am Montagabend ihre Plätze verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf suchen. Erst nach mehr als zwei Stunden wurde die zur Halbzeit unterbrochene Partie fortgesetzt. Die Vorsichtsmaßnahme stieß bei einigen Fans auf Unverständnis.

Textgröße ändern: