The National Times - Ermittler suchen erneut nach geraubtem Kelten-Goldschatz aus bayerischem Manching

Ermittler suchen erneut nach geraubtem Kelten-Goldschatz aus bayerischem Manching


Ermittler suchen erneut nach geraubtem Kelten-Goldschatz aus bayerischem Manching
Ermittler suchen erneut nach geraubtem Kelten-Goldschatz aus bayerischem Manching / Foto: © AFP/Archiv

Im Fall des im Jahr 2022 gestohlenen 2000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus einem Museum im bayerischen Manching haben Kunstfahnder des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) begonnen, das Haus und ein Nebengebäude des Hauptverdächtigen in einem Dorf bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern erneut zu durchsuchen. Wie die Ermittler am Montag mitteilten, sollen mit Hilfe von Röntgen- und Radartechnik alle Wände, Zimmer und Möbel durchsucht und vermessen werden, um eventuelle Verstecke zu finden.

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Zunächst sollte in Plate die Bodenplatte des Einfamilienhauses gescannt und mit den Bauplänen verglichen werden. Der Einsatz wird von zahlreichen internationalen Fahndern sowie vier Goldspürhunden aus Ungarn unterstützt.

Laut LKA erhärteten neue Erkenntnisse den Verdacht, dass der Hauptverdächtige unterstützt von seiner Lebensgefährtin einen Großteil der Beute "professionell versteckt" habe. Dabei handelt es sich unter anderem um 411 Goldmünzen mit einem geschätzten Gewicht von rund drei Kilogramm.

Die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen soll nach LKA-Angaben mehrfach angeboten haben, beim Absetzen eingeschmolzenen Golds zu helfen. Auch soll sie häufiger Bargeld aus krimineller Herkunft von ihrem Freund bekommen haben.

Der mutmaßliche Haupttäter und drei mutmaßliche Komplizen in Alter zwischen damals 44 und 52 Jahren wurden im Juli 2025 vom Landgericht Ingolstadt wegen mehrerer Einbrüche zu Haftstrafen zwischen knapp fünf und elf Jahren verurteilt. Das Urteil gegen den Hauptverdächtigen ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass drei der vier Beschuldigten am 22. November 2022 nachts in das Kelten-Römer-Museum in Manching eingebrochen waren und den dort aufbewahrten Goldmünzenschatz aus der Keltenzeit gestohlen hatten. Die mehr als 480 Münzen hatten ein Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm.

Der Materialwert des 1999 gefundenen historischen Schatzes lag bei etwa 1,3 Millionen Euro. Von den Münzen tauchten nach der Festnahme der Verdächtigen im Juli 2023 nur etwa 500 Gramm in eingeschmolzener Form wieder auf.

L.Johnson--TNT

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