The National Times - Gruppe suchte gezielt nach archäologischen Schätzen: Großangelegte Razzia

Gruppe suchte gezielt nach archäologischen Schätzen: Großangelegte Razzia


Gruppe suchte gezielt nach archäologischen Schätzen: Großangelegte Razzia
Gruppe suchte gezielt nach archäologischen Schätzen: Großangelegte Razzia / Foto: © AFP/Archiv

Mit einer großangelegten Razzia sind die Behörden in Baden-Württemberg am Mittwoch gegen sogenannte Raubgräber vorgegangen. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gezielt archäologisch bedeutsame Fundorte aufgesucht und dort illegal wertvolle Kulturgüter ausgegraben zu haben, wie das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Anschließend sollen sie diese gewinnbringend verkauft haben.

Textgröße ändern:

Den Ermittlern zufolge nutzten die Raubgräber dafür Metalldetektoren und nahmen teils sogar Unterwassererkundungen vor. Sie sollen arbeitsteilig und in wechselnden Gruppierungen agiert haben, um die Kunstschätze zu beschaffen und zu verkaufen. Auf die Spur der Gruppe kamen die Ermittler nach eigenen Angaben, weil bei zwei Tatverdächtigen im Juni 2025 eine Vielzahl archäologischer Objekte gefunden wurden.

Bei der Razzia am Mittwoch wurden ebenfalls zahlreiche archäologische Gegenstände beschlagnahmt. In einem Gebäude fanden die Ermittler zudem historische Schusswaffen. Durchsucht wurden insgesamt 19 Wohn- und Geschäftsräume in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz sowie im österreichischen Bundesland Niederösterreich.

Neben dem materiellen Verlust entstehe durch Raubgrabungen oft auch ein irreversibler Erkenntnisverlust, erklärten die Ermittler. Archäologische Fundstücke entfalteten ihren wissenschaftlichen Wert oft erst durch den sogenannten Fundkontext, also im Zusammenhang mit ihrer Lage, der Schichtung und der Umgebung.

"Illegale Sondengänge und Raubgrabungen sind keine harmlose Freizeitbeschäftigung", erklärte LKA-Sprecherin Lisa Schröder. Wer gezielt nach archäologischen Objekten suche und diese an sich nehme oder veräußere, begehe eine Straftat. Auch das Argument, Kulturgüter würden dadurch gerettet, greife nicht. Viele Fundstellen seien der Wissenschaft bekannt und würden bewusst nicht ausgegraben, um sie für zukünftige Forschungsmethoden zu erhalten.

C.Blake--TNT

Empfohlen

JVA Gablingen: Landgericht Augsburg lässt Anklage wegen Gefangenenmisshandlung zu

Im Fall der mutmaßlichen Misshandlung von Gefangenen in der bayerischen Justizvollzugsanstalt (JVA) Augsburg-Gablingen hat das Landgericht Augsburg die Anklage der Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen. Ein Termin für den Prozessbeginn stehe noch nicht fest, der Vorsitzende Richter stimme den Zeitplan mit den Verfahrensbeteiligten ab, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Angeklagt sind die ehemalige Leiterin und die ehemalige stellvertretende Leiterin des Gefängnisses sowie elf Mitglieder der sogenannten Sicherungsgruppe.

Illegale Zigarettenproduktion in Nordrhein-Westfalen: Wohl 28 Millionen Euro Schaden

Durch die illegale Produktion von gefälschten Markenzigaretten in Nordrhein-Westfalen ist mutmaßlich ein Steuerschaden in Höhe von etwa 28 Millionen Euro entstanden. Das teilten das Zollfahndungsamt Essen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Donnerstag mit - zwei Tage nach einer Razzia, bei der 21 Menschen festgenommen worden waren. Die Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft.

Betrüger erbeuten mittleren sechsstelligen Betrag von 85-Jähriger

Betrüger haben von einer 85-Jährigen aus Schleswig-Holstein Schmuck und Bargeld im Wert eines mittleren sechsstelligen Betrags erbeutet. Die Frau fiel auf die Masche des falschen Polizisten herein, wie die echten Beamten am Donnerstag in der Landeshauptstadt Kiel mitteilten. Demnach rief ein vermeintlicher Polizist die 85-Jährige aus Altenholz am Mittwoch an. Er gab an, ihre ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht.

Zwei junge Männer sterben bei Autounfall in Brandenburg

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Brandenburg sind zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren gestorben. Sie stammten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wie die Polizei am Donnerstag in Neuruppin mitteilte. Sie waren am Freitagabend auf einer Landstraße im Landkreis Ostprignitz-Ruppin unterwegs und prallten mit ihrem Wagen gegen einen Baum.

Textgröße ändern: