The National Times - Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch

Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch


Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch
Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf Rekordhoch / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern bewegt sich weiter auf Rekordniveau. 2025 nahm die Zahl der erfassten Fälle im Vergleich zum Vorjahr 2024 nochmals leicht um 1,3 Prozent auf 3360 zu, wie Landesinnenminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte. 2282 oder etwa zwei Drittel entfielen auf den rechtsextremen Bereich, das entsprach einem Plus von 4,5 Prozent.

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Zugleich wurden im vergangenen Jahr 392 linksextreme Straftaten von der Polizei registriert. 637 Delikte wurden in der Kategorie "sonstige Zuordnung" erfasst, 26 im Bereich ausländischer Ideologien. Weitere 23 Straftaten entfielen demnach auf den Bereich der religiösen Ideologien.

"Die größte Gefahr geht in Mecklenburg-Vorpommern leider auch weiterhin von rechten Straftaten aus", erklärte Pegel. Der Statistik zufolge wurden im vergangenen Jahr 103 rechtsextreme Gewaltdelikte erfasst, zehn weniger als 2024. Parallel fiel die Zahl linker Gewaltdelikte demnach von 19 im vorvergangenen Jahr auf 17 im aktuellen Berichtszeitraum 2025.

740 politisch motivierte Straftaten wurden demnach im Internet oder in sozialen Netzwerken verübt - also mehr als jede vierte. Im Vorjahr waren es 670 gewesen. Die Zahl sogenannter Hasspostings lag 2025 bei 298.

"Hass im digitalen Raum ist kein isoliertes Phänomen einzelner Kommentare. Er ist Ausdruck politisch motivierter Kriminalität und richtet sich gezielt gegen Menschen, deren Herkunft, Religion oder Identität zum Angriffspunkt gemacht wird", erklärte der Innenminister.

Von insgesamt 2081 ermittelten Tatverdächtigen waren 751 oder etwa ein Drittel im Kindes- oder Jugendalter. 581 davon waren dem Bereich der rechten Straftaten zuzuordnen. Die Entwicklung habe sich bereits im Vorjahr abgezeichnet und zeige, "wie groß die Gefahr ideologischer Einflüsse" auf jüngere Verdächtige sei, erklärte Pegel. "Digitale Räume" wirkten dabei in besorgniserregender Weise als "Beschleuniger".

F.Hammond--TNT

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