The National Times - Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam

Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam


Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam
Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam / Foto: © AFP/Archiv

Deutschen und internationalen Ermittlern ist erneut ein Schlag gegen die Cyberkriminalität gelungen. Weltweit gingen Srafverfolgungsbehörden gegen IT-Infrastrukturen und Tatverdächtige vor, die für sogenannte Überlastungsangriffe unter anderem auf Unternehmen verantwortlich sein sollen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilten.

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Es geht um sogenannte DDoS-Attacken. Dabei wird ein IT-System von einer Vielzahl von Stellen aus mit Anfragen überhäuft, so dass es überlastet ist und schlimmstenfalls abstürzt. Webseiten oder -dienste fallen in der Folge aus, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden bei betroffenen Unternehmen und auch zu Ausfällen kritischer Infrastrukturen führen kann. Die Plattformen, die diese Dienstleistung anbieten, werden auch Stresserdienste genannt.

International gab es 16 Durchsuchungen, unter anderem in Polen und Brasilien. In einem bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt geführten Verfahren wird dem Beschuldigten vorgeworfen, zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste - Fluxstress und Netdowner - betrieben zu haben. Der Deutsche befindet sich demnach derzeit in Gewahrsam der thailändischen Behörden.

Gegen ihn liegt in Deutschland ein Haftbefehl wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betreibens einer kriminellen Handelsplattform im Internet vor. Die Dienste wurden den Angaben zufolge unschädlich gemacht, dabei wurden mehr als 40 Server beschlagnahmt.

Darüber hinaus wurden durch die insgesamt 21 beteiligten Länder mehr als 150 Maßnahmen gegen IT-Infrastrukturen vollzogen und zahlreiche weitere kriminelle Plattformen abgeschaltet. Die polnischen Behörden nahmen zudem zwei mutmaßliche Administratoren und einen weiteren Tatverdächtigen fest.

Zu den Motiven der Cyberkriminellen hinter Überlastungsangriffen gehören den Ermittlungsbehörden zufolge Wirtschaftssabotage und das Erzielen finanzieller Gewinne, die Verschleierung anderer Cyberangriffe, aber auch das Verschaffen eigener Wettbewerbsvorteile beim Onlinegaming und politisch-ideologische Motive wie etwa bei Hackergruppierungen.

L.Graham--TNT

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