The National Times - Großbrand in australischer Ölraffinerie schürt Sorge um Versorgungssicherheit

Großbrand in australischer Ölraffinerie schürt Sorge um Versorgungssicherheit


Großbrand in australischer Ölraffinerie schürt Sorge um Versorgungssicherheit
Großbrand in australischer Ölraffinerie schürt Sorge um Versorgungssicherheit / Foto: © Giuliana Elakis/AFP

In einer wichtigen Ölraffinerie in Australien ist am späten Mittwochabend ein Großbrand ausgebrochen, der sich auf die Versorgungssicherheit im Land auswirken könnte. Der Brand mit bis zu 60 Meter hohen Flammen wütete nach Angaben von Australiens Energieminister Chris Bowen im Bereich der Raffinerie, der für die Herstellung von hochoktanigem Benzin zuständig ist. Dank Absperrventilen blieben demnach andere Teile der Anlage, in denen Flugbenzin und Diesel hergestellt werden, von den schlimmsten Auswirkungen des Brandes verschont.

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Auslöser des Feuers war ein Gasleck, wie die Feuerwehr im Bundesstaat Victoria mitteilte. Die Anlage des Unternehmens Viva Energy ist eine von zwei Ölraffinerien in Australien und deckt zehn Prozent des Kraftstoffbedarfs des Landes. Nach Angaben des Unternehmens können in der Raffinerie bis zu 120.000 Barrel Öl pro Tag verarbeitet werden.

"Es war ziemlich heftig. Es entwickelte sich von einem kleinen Brand über mehrere Explosionen zu einem großen, intensiven Feuer", sagte Einsatzleiter Mark McGuinness. Verletzte wurden nicht gemeldet. Im Laufe des Donnerstags brachten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Er werde aber voraussichtlich eine Weile weiterhin schwelen, erklärten sie.

"Das ist keine positive Entwicklung", sagte Energieminister Bowen. Wie die meisten Länder in Asien und im Südpazifik ist auch Australien in hohem Maße von Öllieferungen aus dem Nahen Osten abhängig, die wegen der Sperrung der Straße von Hormus derzeit ausbleiben. Bowen sagte, er habe mit Viva gesprochen, und das Unternehmen sei "sehr zuversichtlich, dass es das Benzin durch Importe ersetzen kann".

Er forderte die Bürger auf, Ruhe zu bewahren. "Es ist wichtig, dass die Menschen so viel Kraftstoff kaufen, wie sie brauchen. Aber nicht mehr und nicht weniger."

Australiens Premierminister Anthony Albanese, der sich derzeit zu Besuch in Malaysia befindet, sagte, Australien habe sich eine zusätzliche Lieferung von rund 100 Millionen Litern Diesel aus Brunei und Südkorea gesichert. "Dies ist die erste von vielen erwarteten Lieferungen, die im Rahmen der neuen Befugnisse der Regierung zur Bildung strategischer Reserven gesichert wurden."

A.M.James--TNT

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