The National Times - In Deutschland geborener Türke darf nach tödlichem Raserunfall ausgewiesen werden

In Deutschland geborener Türke darf nach tödlichem Raserunfall ausgewiesen werden


In Deutschland geborener Türke darf nach tödlichem Raserunfall ausgewiesen werden
In Deutschland geborener Türke darf nach tödlichem Raserunfall ausgewiesen werden / Foto: © AFP/Archiv

Ein für einen tödlichen Raserunfall in Heilbronn verantwortlicher, in Deutschland geborener Türke darf ausgewiesen werden. Die Klage des wegen Mordes und verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge verurteilten 23-Jährigen scheiterte am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. Eine Berufung gegen die Entscheidung wurde nicht zugelassen. Der Mann kann aber noch die Zulassung der Berufung beantragen, weshalb die Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist.

Textgröße ändern:

Der Kläger verursachte im Februar 2023 in der Heilbronner Innenstadt als Raser einen Zusammenstoß mit einem mit vier Menschen besetzten Familienauto. Der Familienvater starb, die Mutter und die zwei Kinder erlitten schwere Verletzungen. Für die Fahrt wurde der Verursacher zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Im Oktober 2025 ordnete das Regierungspräsidium Stuttgart die Ausweisung des seit seiner Geburt ununterbrochen in Deutschland lebenden Manns an, drohte seine Abschiebung in die Türkei an und untersagte für acht Jahre die Einreise nach Deutschland.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart entschied nun, dass das Interesse der Allgemeinheit an einer Ausweisung die persönlichen Interessen des Klägers überwiege. Der Kläger zeige zwar inzwischen Reue, verhalte sich im Strafvollzug einsichtig und habe auch eine Ausbildung abgeschlossen. Dennoch überwiege in der Gesamtschau das Ausweisungsinteresse. Der Mann sei bereits wiederholt durch erhebliche Verkehrsverstöße aufgefallen. Außerdem habe er die Gründe für seine radikale Rücksichtslosigkeit nicht bewältigt. Neben Deutschland darf der Kläger auch nicht in Länder der Europäischen Union einreisen.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

Zwei Menschen in Bremen getötet: Polizei fahndet nach Verdächtigem

In Bremen sind am Freitag zwei Menschen getötet worden. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter laufe "auf Hochtouren", teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Zuvor hatten Einsatzkräfte auf offener Straße einen schwer verletzten Mann gefunden, der später starb, sowie eine tote Frau in einem nahegelegenen Haus. Es gab zunächst keine Hinweise auf eine Gefahr für Unbeteiligte.

Papst Leo feiert bei Paris-Besuch Messe auf dem Place de la Concorde

Papst Leo XIV. will bei seinem Frankreichbesuch im September eine Messe in Paris auf der Place de la Concorde und der sich anschließenden Prachtstraße Champs-Elysées feiern. Etwa eine halbe Million Menschen werden zu dem Gottesdienst unter freiem Himmel am 26. September erwartet, teilte der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich am Freitag mit. Am Vorabend ist ein Treffen mit Jugendlichen im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis geplant.

Zwei Stürme nehmen Kurs auf Japan - In Taiwan zwei Tote

Angesichts von gleich zwei herannahenden Tropenstürmen haben die japanischen Behörden am Freitag mehr als eine Million Menschen dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Fluggesellschaften strichen 120 Flüge. Heftige Regenfälle führten auch in Taiwan zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Dort kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

Nach Fund von totem Baby in Renningen: Mutter unter Tötungsverdacht festgenommen

Im Fall des vor einer Woche tot aufgefundenen Säuglings im baden-württembergischen Renningen hat die Polizei die Mutter des Kinds festgenommen. Die 32-Jährige stehe im Verdacht, ihren drei Monate alten Sohn getötet zu haben, teilten die Polizei in Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag mit. Ein Haftrichter erließ demnach Haftbefehl gegen die 32-Jährige, sie kam in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern: