The National Times - Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf

Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf


Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf
Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf / Foto: © AFP

Erstmals seit seinem Amtsantritt hat Papst Leo XIV. am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan geleitet und den päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" gesprochen. In mehreren Sprachen, unter anderem auf Deutsch, wünschte er "Frohe Ostern". Zugleich rief der Papst nachdrücklich zu Frieden in der Welt auf. "Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen", der solle sich "für den Frieden" entscheiden. Dieser Frieden müsse durch "Dialog" erreicht werden.

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Die Welt werde derzeit "von Kriegen heimgesucht" und sei "von Hass und Gleichgültigkeit geprägt, die uns angesichts des Bösen machtlos fühlen lassen", erklärte der Pontifex. "Wir gewöhnen uns an die Gewalt, finden uns damit ab und werden gleichgültig. Gleichgültig gegenüber dem Tod tausender Menschen", mahnte der Papst vor einer riesigen Menschenmenge auf dem Petersplatz.

Zehntausende Menschen waren seit dem frühen Morgen zum Platz geströmt, wo Leo XIV. zunächst die Ostermesse leitete. Später wandte er sich vom Balkon des Petersdoms an die Gläubigen: "Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist", sagte der aus den USA stammende Papst dabei auf Deutsch und in neun weiteren Sprachen.

Anschließend spendete er den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis). Unter dem Jubel der Menschenmenge wurde er daraufhin im Papamobil über den Petersplatz gefahren. Das Oberhaupt der katholischen Kirche rief zudem die 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken weltweit zu einer Gebetswache am 11. April auf.

Entgegen der von seinen Vorgängern gepflegten Tradition nannte Papst Leo XIV. in seiner Osteransprache keine gesonderten Weltregionen, Kriege oder Krisen. In der Vergangenheit hatte er jedoch wiederholt zu Frieden im Nahen Osten aufgerufen. In der vergangenen Woche äußerte er seine Hoffnung auf diplomatische Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Iran-Krieges.

Bereits am Freitagabend hatten sich rund 30.000 Menschen vor dem Kolosseum in Rom versammelt, wo das Oberhaupt der Katholiken die Kreuzwegsprozession am Karfreitag leitete. Erstmals seit 2022 trug mit dem 70-jährigen Leo ein Papst das Kreuz während der Feierlichkeiten selbst, sein Vorgänger Franziskus hatte zuletzt aus gesundheitlichen Gründen darauf verzichten müssen.

Franziskus war im vergangenen Jahr am Ostermontag gestorben. Sein letzter öffentlicher Auftritt war bei der Messe am Ostersonntag, die er aber schon nicht mehr selbst leiten konnte. Der 88-Jährige ließ sich aber eine knappe Viertelstunde lang mit dem Papamobil über den Petersplatz fahren, wo er von den Gläubigen gefeiert wurde. Am nächsten Morgen dann starb Franziskus.

A.M.Murray--TNT

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