The National Times - Tochter: Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen

Tochter: Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen


Tochter: Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen
Tochter: Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

Im Iran ist die bekannte Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh nach Angaben ihrer Tochter erneut festgenommen worden. Ihre Mutter sei am Mittwochabend festgenommen worden, als sie allein zu Hause gewesen sei, schrieb Mehraweh Chandan am Donnerstag im Onlinedienst Instagram.

Textgröße ändern:

Aktivisten werfen den Behörden der Islamischen Republik vor, im laufenden Iran-Krieg die Zivilgesellschaft verstärkt zu unterdrücken. Sotudeh wurde in den vergangenen Jahren wiederholt festgenommen und inhaftiert. Seit Jahren setzt sie sich für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran und für die Menschenrechte ein. Sotudeh verteidigte zahlreiche politische Häftlinge als Anwältin. In mehreren Fällen verteidigte sie Frauen, die sich nicht an die strengen Verschleierungspflichten hielten.

Für ihren Einsatz wurde Sotudeh mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments und 2020 mit dem Right Livelihood Award. Ihr ist der Dokumentarfilm "Nasrin" aus dem Jahr 2020 gewidmet.

Sotudehs Mann Resa Chandan wurde im Dezember 2024 nach Angaben seiner Tochter und seines Anwalts festgenommen und ist seitdem in Haft. Er hatte sich während der Inhaftierungen seiner Frau für deren Freilassung stark gemacht.

Am Donnerstag war im Iran erneut ein Mann hingerichtet worden, der den Behörden zufolge während der jüngsten Protestwelle im Auftrag Israels und der USA gehandelt haben soll. Die Proteste hatten sich Ende Dezember an den hohen Lebenshaltungskosten entzündet und sich dann zu einem landesweiten Protest gegen die Regierung ausgeweitet.

Ende Februar begannen die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran, bei denen auch der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet wurde.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Fallschirmjäger-Skandal: Bundeswehr nennt Zahlen zu personellen Konsequenzen

Im Skandal um sexuelle Übergriffe, Rechtsextremismus und Drogenmissbrauch bei einer Fallschirmjäger-Einheit im rheinland-pfälzischen Zweibrücken sind neue Zahlen zu personellen Konsequenzen bekannt geworden. Die Bundeswehr gehe von 59 Beschuldigten aus, berichtete am Donnerstag das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf einen Sprecher des Heeres. Von 21 beantragten Entlassungsverfahren seien mittlerweile 16 vollzogen worden, die übrigen seien in Bearbeitung. 19 Fälle habe das Heer an die zuständige Staatsanwaltschaft abgegeben. In 18 Fällen seien Disziplinarmaßnahmen verhängt worden.

Urteil: Gastronomin mus 600.000 Euro an Coronahilfen zurückzahlen

Eine Unternehmerin aus Hessen muss wegen zu hoher Einnahmen in der Pandemie einem Urteil zufolge rund 600.000 Euro an staatlichen Corona-Notfallhilfen zurückzahlen. Das entschied das Verwaltungsgericht Gießen nach Angaben vom Donnerstag in einem von der Gastronomin angestrengten Klageverfahren gegen das Regierungspräsidium Gießen. Eine "Überkompensation" durch staatliche Hilfsgelder sei nicht vorgesehen. (Az.: 4 K 4209/24.GI)

Citibank schickt Mitarbeiter in Paris und Frankfurt ins Homeoffice

Nach einem vereitelten Anschlag gegen die Pariser Filiale der Bank of America hat die Citibank ihre Beschäftigten in Paris und Frankfurt ins Homeoffice geschickt. "Die Sicherheit unserer Angestellten ist vorrangig", sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Beschäftigten arbeiteten "als Vorsichtsmaßnahme" von zuhause aus, fügte sie hinzu.

Kraftstoff ausgegangen: Autofahrer wird auf A7 von Lkw erfasst und stirbt

Ein Autofahrer, der seinen wegen Spritmangels liegen gebliebenen Wagen von der Autobahn schieben wollte, ist in Schleswig-Holstein von einem Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen. Das Unglück passierte nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Großenaspe und Bad Bramstedt.

Textgröße ändern: