The National Times - Mutmaßlicher Polizistenmörder in Australien nach monatelanger Fahndung erschossen

Mutmaßlicher Polizistenmörder in Australien nach monatelanger Fahndung erschossen


Mutmaßlicher Polizistenmörder in Australien nach monatelanger Fahndung erschossen
Mutmaßlicher Polizistenmörder in Australien nach monatelanger Fahndung erschossen / Foto: © AFP

Nach einer siebenmonatigen intensiven Fahndung ist in Australien einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes von der Polizei erschossen worden. Am Ende einer aufwendigen Suche mit hunderten Beamten sei der mutmaßliche Polizistenmörder Desmond Freeman in einem Wohnwagen auf einem "sehr abgelegenen" Anwesen im Bundesstaat Victoria geortet worden, teilte Victorias Polizeichef Mike Bush am Montag mit. Nachdem er sich geweigert habe, sich zu ergeben, hätten die Einsatzkräfte auf ihn geschossen.

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"Alles was ich zum aktuellen Zeitpunkt weiß, spricht für mich dafür, dass der Schusswaffeneinsatz gerechtfertigt war", sagte Bush. "Es gab eine Pattsituation. Es gab für ihn eine Möglichkeit, sich friedlich zu ergeben, was er nicht getan hat", führte der Polizeichef aus. Die Leiche werde nun für eine zweifelsfreie Identifizierung und zur Bestimmung der genauen Todesursache untersucht.

Zwei Anwohner sagten der Nachrichtenagentur AFP, Freeman sei auf einem Anwesen in Thologolong in einem ländlichen Gebiet nahe der Grenze zum Bundesstaat New South Wales erschossen worden. Der Eigentümer des Geländes sei seit einigen Wochen fort gewesen.

"Der Ort ist vollkommen weitab vom Schuss", sagte die in Thologolong lebende Jasmine Teese. Es sei kein "Ort, über den man einfach so stolpert". Auf dem Gelände gebe es kein Haus. "Der Mann, der dort wohnt, lebt in einer Sammlung aus Wohnwagen, Containern und alten Autos", schilderte Teese. Die Polizei konnte nach eigenen Angaben noch nicht mit dem Eigentümer sprechen.

Freeman soll im August vergangenen Jahres zwei Polizisten im Alter von 35 und 59 Jahren erschossen haben, als diese sein Haus in einem ländlichen Gebiet in Victoria durchsuchen wollten. Ein weiterer Beamter wurde verletzt. Danach floh Freeman in unwegsames Buschland. Örtlichen Medien zufolge handelte es sich bei Freeman um einen Anhänger von Verschwörungserzählungen, die Polizei habe er laut Gerichtsdokumenten als "Nazis", "Gestapo" und "terroristische Schläger" bezeichnet.

Nach den Polizistenmorden versteckte der 56-Jährige sich in einem Nationalpark, in dem sich lauter verlassene Minen befinden. Die Polizei suchte nach dem Verdächtigen, der als bewaffnet und gefährlich galt, mit bis zu 450 Beamten, Hubschraubern und Hundestaffeln. Auch Polizisten aus Neuseeland unterstützten die riesige Suchaktion. Laut Polizeichef Bush handelte es sich um einen der aufwendigsten Polizeieinsätze in der Geschichte Australiens.

Auch ein Kopfgeld von einer Million australischen Dollar (597.000 Euro) wurde auf Freeman ausgesetzt. Nach Einschätzung der Polizei erhielt er bei seiner Flucht jedoch Hilfe von Einwohnern, die Sympathien für Freemans Ablehnung der staatlichen Behörden hegten.

Warum Freemans Haus im vergangenen Sommer durchsucht werden sollte, teilte die Polizei nicht mit. Nach ihren Angaben waren an den damaligen Ermittlungen Beamte beteiligt, die gegen Sexualverbrechen und Vergehen gegen Kinder vorgehen.

F.Adams--TNT

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