The National Times - Mexikanische Marine verliert Kontakt zu zwei Booten der Hilfsflotte für Kuba

Mexikanische Marine verliert Kontakt zu zwei Booten der Hilfsflotte für Kuba


Mexikanische Marine verliert Kontakt zu zwei Booten der Hilfsflotte für Kuba
Mexikanische Marine verliert Kontakt zu zwei Booten der Hilfsflotte für Kuba / Foto: © AFP/Archiv

Die mexikanische Marine sucht eigenen Angaben zufolge nach zwei Booten der internationalen Hilfsflotte für Kuba. Es habe weder "Kommunikation noch eine Bestätigung ihrer Ankunft" in Kuba gegeben, erklärte die mexikanische Marine am Donnerstag (Ortszeit) mit Blick auf die vermissten Boote. Die beiden Boote mit neun Besatzungsmitgliedern unterschiedlicher Nationalitäten und humanitären Hilfsgütern an Bord waren der Marine zufolge am vergangenen Freitag von der südostmexikanischen Insel Isla Mujeres ausgelaufen und sollten am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche in Kubas Hauptstadt Havanna eintreffen.

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Die mexikanische Marine erklärte, sie habe die Marinekommandos in der Region sowie die eigenen Such- und Rettungsstationen alarmiert. Bei dem Absuchen der Route zwischen Isla Mujeres und Havanna kämen auch Flugzeuge zum Einsatz. Die Marine rief zudem Seeleute und Seebehörden in der Karibik und im Golf von Mexiko dazu auf, jede Information oder Sichtung der vermissten Boote bei der nächstgelegenen Marinebehörde zu melden.

Mexikos Marine machte keine Angaben zur Identität oder Staatsangehörigkeit der Besatzungsmitglieder auf den vermissten Booten. Sie erklärte jedoch, sie stehe in ständigem Kontakt mit Rettungsdiensten in Polen, Frankreich, Kuba und den USA. Zudem stehe sie "mit den diplomatischen Vertretungen der Herkunftsländer der Besatzungsmitglieder" in Verbindung, erklärte die Marine.

Am Dienstag hatte das erste Boot der internationalen Hilfsflotte Havanna erreicht. Das Boot war von den Aktivisten symbolisch in "Granma 2.0" umbenannt worden - in Erinnerung an das Schiff, mit dem Fidel Castro und seine Guerillakämpfer 1956 in Kuba landeten und ihre Revolution starteten. An Bord des Bootes waren nach Angaben der Organisatoren "dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, medizinische Hilfsgüter und lebensnotwendige Güter".

Organisiert wurde die Flotte von einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Parlamentsabgeordneten und Aktivisten aus verschiedenen Ländern. Vorbild ist die Gaza-Hilfsflotte, die im vergangenen Jahr versucht hatte, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen - aber vom israelischen Militär abgefangen wurde.

In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Anderen Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.

Trump hatte zuletzt den Druck auf Kuba immer weiter erhöht. in der vergangenen Woche drohte er, den Karibikstaat zu "übernehmen".

Q.Marshall--TNT

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