The National Times - Venezuelas entmachteter Präsident Maduro soll in New York vor Gericht erscheinen

Venezuelas entmachteter Präsident Maduro soll in New York vor Gericht erscheinen


Venezuelas entmachteter Präsident Maduro soll in New York vor Gericht erscheinen
Venezuelas entmachteter Präsident Maduro soll in New York vor Gericht erscheinen / Foto: © AFP

Fast drei Monate nach seiner Gefangennahme durch US-Streitkräfte soll der entmachtete venezolanische Staatschef Nicolás Maduro erneut vor einem New Yorker Gericht erscheinen. Ein Polizeikonvoi, der offenbar Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores transportierte, verließ am Donnerstagmorgen (Ortszeit) das Gefängnis in Brooklyn. Vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan versammelten sich derweil Gegner und Anhänger des gestürzten Präsidenten.

Textgröße ändern:

"Wir sind verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Form von Gerechtigkeit für alles, was wir durchgemacht haben", sagte der 30-jährige Carlos Egana, der die Strafverfolgung Maduros in den USA unterstützt. Einige Demonstranten hatten eine aufblasbare Puppe mit Maduros Zügen mitgebracht, die ihn mit Handschellen in einem orangenen Gefängnisoverall zeigt.

Anhänger Maduros trugen dagegen Plakate mit Aufschriften wie "Befreit Präsident Maduro" oder "Hände weg von Venezuela". Maduro droht eine lebenslange Haftstrafe. Die Anwälte des 63-Jährigen dürften bei der Anhörung beantragen, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des "Drogenterrorismus" fallen zu lassen.

Die Anklage wirft Maduro und seiner Ehefrau Flores vor, sich an der Spitze Venezuelas mit Drogenkartellen verbündet und Tonnen von Kokain in die USA geschmuggelt zu haben. Beide hatten bei einem ersten Gerichtstermin in New York im Januar auf nicht schuldig plädiert.

Der Linksnationalist Maduro war am 3. Januar bei einem Einsatz der US-Streitkräfte in Venezuela gefangengenommen worden. Er hatte das südamerikanische Land fast 13 Jahre lang autokratisch regiert.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Lebenslange Haft in Mordprozess um beim Joggen überfahrenen Ehemann in Dresden

Weil sie ihren joggenden Ehemann mit einem Auto überfuhr und tötete, hat das Landgericht Dresden eine 53-Jährige wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 44 Verhandlungstagen sah es das Gericht in der sächsischen Landeshauptstadt als erwiesen an, dass die Angeklagte ihren deutlich älteren Ehemann ermordet hatte, um an sein Vermögen zu kommen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Ein mitangeklagter 76-Jähriger wurde ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt.

Textgröße ändern: