The National Times - Mehr als 20 Tote und dutzende Verletzte bei Selbstmordanschlägen in Nigeria

Mehr als 20 Tote und dutzende Verletzte bei Selbstmordanschlägen in Nigeria


Mehr als 20 Tote und dutzende Verletzte bei  Selbstmordanschlägen in Nigeria
Mehr als 20 Tote und dutzende Verletzte bei Selbstmordanschlägen in Nigeria / Foto: © AFP

Bei Selbstmordanschlägen sind in Nigeria mindestens 23 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Die Armee machte die islamistische Gruppe Boko Haram für die Explosionen in der Millionenstadt Maiduguri im Nordosten des Landes am Montagabend verantwortlich.

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Die Anschläge ereigneten sich kurz nach Beginn des abendlichen Fastenbrechens im Ramadan auf einem belebten Markt, am Eingang zu einem Krankenhaus und vor einem Postamt. Augenzeugen zufolge flüchteten Besucher nach einer ersten Explosion auf dem Markt in Panik in Richtung Postamt, als ein weiterer Selbstmordattentäter in die Menge der Flüchtenden rannte und seinen Sprengsatz zündete.

Die Armee machte die islamistische Gruppe Boko Haram verantwortlich und sprach von einer erhöhten Gefahr weiterer Selbstmordattentate in den letzten Tagen des Ramadan.

Erst in der Nacht zum Montag hatten mutmaßliche Dschihadisten einen Militärposten in einem Vorort von Maiduguri angegriffen. Im Dezember war in Maiduguri ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden. Die Stadt war zuvor jahrelang weitgehend von den Angriffen dschihadistischer Milizen verschont geblieben, die seit mehr als 15 Jahren den mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias erschüttern.

Von Maiduguri aus hatte die Gruppe Boko Haram 2009 ihren Kampf zur Errichtung eines islamistischen Kalifats in Nigeria begonnen. Seither wurden bei Angriffen insgesamt mehr als 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen weitere vertrieben.

Im Februar hatte die US-Regierung die Entsendung von 200 Soldaten nach Nigeria angekündigt. Diese sollen die nigerianische Armee im Kampf gegen Boko Haram und die mit der Gruppe rivalisierende Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in Westafrika (ISWAP) unterstützen.

S.Arnold--TNT

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