The National Times - Mindestens 23 Tote bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in Nigeria

Mindestens 23 Tote bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in Nigeria


Mindestens 23 Tote bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in Nigeria
Mindestens 23 Tote bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in Nigeria / Foto: © AFP

Bei mehreren mutmaßlichen Selbstmordanschlägen sind in der Großstadt Maiduguri im Nordosten Nigerias nach Behördenangaben mindestens 23 Menschen getötet worden. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag weiter erklärte, wurden 108 weitere Menschen bei den drei Explosionen am Montagabend verletzt. Die Detonationen ereigneten sich, nachdem Dschihadisten nach Behördenangaben in der Nacht zum Montag einen Angriff auf einen Militär-Stützpunkt in einem Vorort von Maiduguri verübt hatten.

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Bei den nun erfolgten Explosionen handle es sich "nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen" um Selbstmordanschläge, erklärte die Polizei weiter. Getroffen wurden der wichtigste Marktplatz von Maiduguri, der Haupteingang des Universitätsklinikums und die Gegend nahe dem Postamt der Stadt. Laut einem Augenzeugen griff ein Attentäter nahe dem Postamt gezielt Menschen an, die nach der Explosion auf dem Markt geflohen waren.

Nach dem mutmaßlichen Attentat wurden in einem Krankenhaus der Stadt dutzende Verletzte behandelt, berichtete ein AFP-Reporter. Auf der Straße vor dem Krankenhaus lagen mehrere von Tüchern bedeckte Leichen. Ein Kämpfer einer gegen die Dschihadisten aktiven Miliz sprach AFP gegenüber von bis zu 31 Toten.

Die Polizei erklärte weiter, es herrsche wieder "vollständige Normalität". Die Sicherheitskräfte hätten ihre Präsenz in Maiduguri und der Umgebung ausgebaut, um "weitere Vorfälle zu verhindern".

Im Dezember vergangenen Jahres war in Maiduguri ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden. Die Stadt war bis dahin weitgehend von den Angriffen dschihadistischer Milizen verschont geblieben, die seit mehr als 15 Jahren den mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias erschüttern.

Erklärtes Ziel der Dschihadisten ist es, ein Kalifat zu errichten. Bei den Kämpfen wurden insgesamt mehr als 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen aus ihren Wohnorten vertrieben.

In den vergangenen Wochen hatten die untereinander rivalisierenden dschihadistischen Kämpfer der Milizen Islamischer Staat in Westafrika (ISWAP) und Boko Haram ihre Angriffe verschärft.

T.Bennett--TNT

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