The National Times - Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - Israel verurteilt "Epidemie des Antisemitismus"

Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - Israel verurteilt "Epidemie des Antisemitismus"


Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - Israel verurteilt "Epidemie des Antisemitismus"
Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - Israel verurteilt "Epidemie des Antisemitismus" / Foto: © ANP/AFP

Nach einer Explosion vor einer jüdischen Schule in Amsterdam hat die israelische Regierung von einer "Epidemie des Antisemitismus" in den Niederlanden gesprochen. Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten reagierte am Samstag auf den "furchtbaren" Vorfall und betonte, für Antisemitismus gebe es in den Niederlanden "keinen Platz". Bei der Explosion in der Nacht zum Samstag wurde niemand verletzt. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte es eine Explosion vor einer Synagoge in Rotterdam gegeben.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema liegen der Polizei Videoaufnahmen von einem Mann vor, der einen Sprengsatz vor der jüdischen Schule im südlichen Stadtteil Buitenveldert deponierte. Dieser detonierte an einer Außenmauer der Schule. Polizei und Feuerwehr warenrasch vor Ort.

Die Bürgermeisterin verurteilte die Tat als "feigen Akt der Aggression" gegen die jüdische Gemeinde Amsterdams, die "immer häufiger mit Antisemitismus" konfrontiert sei. Dies sei inakzeptabel. "Eine Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder in vollkommener Sicherheit am Unterricht teilnehmen können. Amsterdam muss ein Ort sein, an dem Juden in Sicherheit leben können", erklärte Halsema.

Regierungschef Jetten kündigte im Onlinedienst X ein Treffen mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an. "Ich verstehe die Wut und die Angst, die dadurch ausgelöst werden. Man muss sich in unserem Land immer sicher fühlen können", erklärte er.

Das israelische Außenministerium erklärte auf X, in den Niederlanden wüte "eine Epidemie des Antisemitismus". "Wo wird der nächste Angriff stattfinden?", fragte das Ministerium und forderte, die Regierung in Den Haag müsse "viel mehr tun, um den Antisemitismus zu bekämpfen".

In den vergangenen Tagen hatte es bereits ähnliche nächtliche Vorfälle vor Synagogen im belgischen Lüttich und im niederländischen Rotterdam gegeben. Nach der Explosion vor der Synagoge in Rotterdam hatten die niederländischen Behörden am Freitag die Festnahme von vier Verdächtigen gemeldet. Jetten verurteilte jeden Akt der Gewalt oder Einschüchterung gegenüber der jüdischen Gemeinde oder anderen religiösen Minderheiten.

Am Montag hatte es eine Explosion vor einer Synagoge im belgischen Lüttich gegeben. Es entstand leichter Sachschaden, verletzt wurde niemand. Belgische Politiker und EU-Vertreter hatten den Anschlag scharf verurteilt.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Textgröße ändern: