The National Times - Erfurter Altbischof Wanke mit 84 Jahren gestorben

Erfurter Altbischof Wanke mit 84 Jahren gestorben


Erfurter Altbischof Wanke mit 84 Jahren gestorben
Erfurter Altbischof Wanke mit 84 Jahren gestorben / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der Erfurter Altbischof Joachim Wanke ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 84 Jahren im katholischen Krankenhaus in der thüringischen Landeshauptstadt, wo er seit Freitag vergangener Woche palliativ versorgt worden war, wie das Bistum mitteilte. Wanke war der erste Bischof des 1994 nach der Wiedervereinigung neugegründeten Bistums Erfurt.

Textgröße ändern:

2012 nahm der damalige Papst Benedikt XVI. sein aus gesundheitlichen Gründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch an. Wanke lebte anschließend im Ruhestand in Erfurt, nahm nach Angaben des Bistums aber weiterhin auch Aufgaben als emeritierter Bischof in der Diözese wahr, "soweit seine Kräfte es zuließen".

Der gebürtige Breslauer wuchs im thüringischen Ilmenau auf, wurde 1966 zur DDR-Zeit in Erfurt zum Priester geweiht und erhielt dort 1980 die Bischofsweihe. Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählte der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011 in Thüringen. Damals kam es zu einer historischen Begegnung des Papsts mit Vertretern der evangelischen Kirche im Erfurter Augustinerkloster, wo der Reformator Martin Luther als Mönch gelebt hatte.

Außerdem feierte Benedikt zusammen mit Wanke einen Gottesdienst an der Wallfahrtskirche Etzelsbach im katholisch geprägten Eichsfeld. Die historischen Dimension des ersten Besuchs eines Papsts in den neuen Bundesländern fasste Wanke damals mit den Worten zusammen, es werde "in den nächsten tausend Jahren kein Papst mehr nach Thüringen kommen".

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Weißes Haus ignoriert Gerichtsanordnung und hält Hausverbot für Medien aufrecht

Trotz einer anderslautenden Gerichtsentscheidung hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie der Plattform Politico weiterhin den Zugang verweigert. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt verwehrt worden, als sie über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten wollten. Sie beantragten daraufhin eine Eilanhörung vor Gericht. US-Präsident Donald Trump hatte den drei Medien "Falschinformationen" vorgeworfen und ein Hausverbot verhängt.

Textgröße ändern: